Rückblick: Schumis knappste Duelle

10. Oktober 2006, 14:40
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Drei seiner insgesamt sieben Titel hat der Deutsche im letzten oder vorletzten Saisonrennen zu seinen Gunsten entschieden

Suzuka/Wien - Michael Schumacher kann schon am Sonntag im vorletzten Saison-Grand-Prix in Suzuka vorzeitig zum achten Mal Formel-1-Weltmeister sein, wenn er gewinnt und der spanische Titelverteidiger Fernando Alonso ohne Punkte bleibt. Beide halten bei 116 Punkten, Schumacher liegt aber mit 7:6-Siegen voran.

Bisher hat Michael Schumacher drei seiner insgesamt sieben WM-Titel im letzten oder vorletzten Saisonrennen zu seinen Gunsten entschieden. Am dramatischsten war sein erster Triumph vor zwölf Jahren: Vor dem Finale 1994 in Adelaide lag Schumacher lediglich die Winzigkeit von einem Punkt vor seinem damaligen Rivalen Damon Hill. Beim Finale in Australien kam es dann zum Unfall zwischen den beiden Protagonisten. Schumacher und der Brite Hill blieben ohne Punkte, was dem Deutschen seinen ersten WM-Titel garantierte. Endstand 92:91.

Neun Jahre später fuhr Schumacher seinen sechsten WM-Gewinn ebenfalls erst im letzten Rennen nach Hause. So knapp wie gegen Hill ging es jedoch nicht zu. Dennoch bewies Schumacher 2003 in Suzuka Nervenstärke. Platz acht genügte, um mit 93 Gesamtzählern den finnischen McLaren-Mercedes-Mann Kimi Räikkönen (91 Punkte) hinter sich zu lassen.

Im vorletzten Rennen machte Schumacher vor sechs Jahren seinen ersten Triumph im Ferrari perfekt. Der Gegner im Jahr 2000 hieß Mika Häkkinen, der in den beiden Jahren zuvor die WM im McLaren-Mercedes gewonnen hatte. Mit seinem Sieg in Suzuka war Schumacher für seinen finnischen Widersacher vor dem Finale in Malaysia nicht mehr einzuholen. Seinen schnellsten Titel errang er 2002 - nach elf von 17 WM-Läufen war der Triumph perfekt.

Zwei Mal hatten aber auch die Gegner am Ende die Nase vorn. 1997 wurde Jacques Villeneuve in Jerez Weltmeister, nachdem Schumacher versucht hatte, den Kanadier von der Strecke zu drängen, aber dadurch selbst ausfiel. Villeneuve genügte Platz drei zum Titel. Dem Deutschen wurden wegen der Aktion nachträglich alle Punkte aberkannt. Im Jahr darauf triumphierte Häkkinen dank seines Sieges im Finale von Japan. (APA/dpa)

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