Sturmschäden nur von der Kaskoversicherung gedeckt

5. Oktober 2006, 09:08
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Autoversicherung zahlt erst ab Windgeschwindigkeit von 60 km/h

Wien - Ein Sturm mit Spitzen bis zu 105 km/h bewegte sich in der Nacht auf Mittwoch über Österreich. In Ostösterreich waren die Böen am stärksten, in Wien musste die Feuerwehr über 30 Mal ausrücken. Äste und Dachziegel waren auf die Straßen gestürzt. Autofahrer mussten mit unvorhergesehenen Verkehrshindernissen zurecht kommen. Der Autofahrerklub ARBÖ warnte am Mittwoch: Sturmschäden an Autos werden meistens nur von der Kaskoversicherung gedeckt.

Aber auch hier kommt es auf die genauen Versicherungsbedingungen an. Allgemein gilt: Sturmschäden werden von der Versicherung erst ab einer Windgeschwindigkeit von 60 km/h akzeptiert. Wer nur haftpflichtversichert ist, muss Reparaturen aus eigener Tasche bezahlen. Zurückholen kann sich die Kosten nur, wer beweisen kann, dass Bäume schon vor dem Sturm morsch oder Häuser baufällig waren.

Mit Böen muss besonders auf Brücken, bei Tunnelausfahrten oder in der Nähe enger Häuserschluchten gerechnet werden. Es wird empfohlen, defensiv und langsam zu fahren. Wer mit Dachlast oder Anhänger unterwegs ist, sollte das Gewicht auf beide Fahrzeugachsen verteilen, rät der ARBÖ. Wird das Auto von einer Sturmböe erfasst, sind heftige Lenkbewegungen zu vermeiden. Beim Öffnen der Fahrzeugtüre ist es sinnvoll, den Griff fest zu halten, um ein abruptes Aufschwingen der Tür zu verhindern. (APA)

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