Prokop gibt sich nicht mehr großkoalitionär

5. Oktober 2006, 17:33
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Innenministerin: Grundeinkommen "urkommunistische Forderung" - "Äußerungen, die ich absolut nicht vertreten kann"

Wien - Innenministerin Liese Prokop, die immer als Befürworterin einer Großen Koalition galt, kann sich derzeit keine rot-schwarze Regierung vorstellen, sagte sie am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Sie wolle nicht in eine SPÖ-Schuldenpolitik einsteigen - die Forderung nach einem Grundeinkommen bezeichnete sie als "urkommunistische Forderung". Und weiter: "Da würde sich ja jeder überlegen, ob es sich überhaupt noch auszahle, 40 Stunden zu arbeiten".

Prokop sei zwar grundsätzlich für eine Große Koalition gewesen, jetzt höre sie aber seitens der SPÖ Forderungen und Äußerungen, die sie absolut nicht vertreten könne. Auf die Frage, welche Regierung sie sich wünsche, meinte Prokop nur kurz, dass es jetzt nicht an der Zeit sei, sich irgendetwas zu wünschen. Falls Rot-Schwarz zu Stande käme, wäre sie bereit, das Amt der Innenministerin weiterhin auszuüben. Sie habe ihre Arbeit immer gerne gemacht. (APA)

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