Stora-Enso schließt Papierfabriken

25. Oktober 2006, 16:20
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Zwei Werke in Deutschland und den Niederlanden fallen dem umfangreichen Sparprogramm zum Opfer, rund 670 Arbeitsplätze sind betroffen

Helsinki - Der schwedische-finnische Holz- und Papierkonzern Stora Enso will zwei seiner Werke in Westeuropa schließen. Das Unternehmen teilte am Mittwoch per Aussendung mit, die Papierfabrik Reisholz in Deutschland und das Werk Berghuizer in den Niederlanden bis Ende kommenden Jahres still legen zu wollen. Zwei weitere von der Schließung bedrohte Standorte - die Fabriken Summa in Finnland und Uetersen in Deutschland sollen dagegen bestehen bleiben.

Die Fabrik Reisholz produzierte bisher rund jährlich bis zu 215.000 Tonnen Papier und beschäftigt derzeit nach Angaben von Stora Enso 378 Mitarbeiter; Berghuizer hat eine Jahreskapazität von 235.000 Tonnen Feinpapier und knapp 300 Beschäftigte. Der Kundenbedarf soll aus der Produktion anderer Stora-Enso-Fabriken, darunter Summa und Uetersen, gesichert werden. Letztere haben in letzter Zeit laut dem Papierkonzern ihre Profitabilität gesteigert und sollen ohne weitere Investitionen "zumindest für die kommenden paar Jahre" weiterproduzieren.

Stora Enso betreibt derzeit ein umfangreiches Restrukturierungs- und Sparprogramm ("Programm zur Steigerung der Profitabilität"), das die Kosten des Unternehmens ab 2008 um 300 Mio. Euro pro Jahr senken soll. Die Schnittholz-Zentrale des Konzerns, Stora Enso Timber ist in Wien angesiedelt. Stora Enso beschäftigt an mehreren Sägewerk-Standorten in Österreich zusammen rund 1.200 Mitarbeiter. (APA)

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