Perfektes Zusammenspiel von Bild und Ton

4. Oktober 2006, 13:55
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Einblick in das exzessive Leben eines homosexuellen Mannes - Von Isabelle Bauer

Viele ausdrucksvolle Bilder, hektische Schnitte und die Stimme eines Mannes, der beginnt seine Lebensgeschichte zu erzählen: So fängt der psychedelisch wirkende Film „Immun“ an, bei welchem Josephine Ahnelt und ihre KollegInnen Regie führten. In dieser Geschichte gewährt die Regisseurin dem Publikum einen Einblick in das exzessive Leben eines homosexuellen Mannes zu einer Zeit, als noch nichts über die Ansteckungsgefahr mit AIDS bekannt war.

Dieser Mann erzählt von einem schweren Schicksalsschlag, der ihn durch jenes „Sex und Party“-Dasein heimsuchte – er infizierte sich mit dem HIV-Virus. Der Erzähler spricht auch über die zahlreichen Probleme, die das mit sich bringt – private wie berufliche. Er zieht sogar Suizid in Betracht, ist aber stark genug diese Gedanken zu verwerfen, da sein Freund hinter ihm steht.

Der Film ist interessant anzusehen, da die Bilder an die Worte des Erzählers perfekt angepasst wurden, was man zum Beispiel in jener Szene erkennen kann, in der die Hauptfigur von Medikamenten spricht und darauf kurzerhand Tabletten zu sehen sind. Man sieht kunstvolle Illustrationen, bekommt jedoch kein einziges Mal den Mann selbst zu Gesicht.

Mit diesem harmonischen Zusammenspiel von Bild und Ton haben die jungen Filmemacher einen sehenswerten Kurzfilm geschaffen und somit ein großes Problem der heutigen Zeit gekonnt thematisiert.

  • Ausdrucksvolle Bilder.
    foto: videoundfilmtage

    Ausdrucksvolle Bilder.

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