16 Tote bei Anschlägen in christlichem Viertel in Bagdad

6. Oktober 2006, 21:22
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87 Verletzte - Drei Tote bei Anschlag auf Industrieminister

Bagdad - Bei einer Serie von Explosionen in einem überwiegend von Christen bewohnten Viertel Bagdads sind am Mittwoch 16 Menschen getötet und 87 verletzt worden. Nach Polizeiangaben detonierten in dem Einkaufsviertel innerhalb von zehn Minuten eine Autobombe und zwei Bomben am Straßenrand. Unter den Opfern waren Passanten und 15 Polizisten. Ein nahe gelegenes Gebäude stürzte teilweise ein, mehrere Autos wurden zerstört, wie ein Polizeisprecher sagte.

Ein Augenzeuge erklärte, zunächst sei eine Bombe detoniert. Als Umstehende dann nach Opfern gesucht hätten, habe es eine zweite Explosion gegeben. Um eine größere Wirkung zu erzielen, gehen Aufständische im Irak verstärkt nach diesem Muster vor.

Drei Tote bei Anschlag auf Industrieminister

Bei weiteren Anschlägen im Irak kamen am Mittwoch fünf Menschen ums Leben. Ein Anschlag auf einen Konvoi mit dem Industrieminister in Neu-Bagdad kostete drei Polizisten das Leben, der Minister blieb nach Polizeiangaben unverletzt. In Bakuba wurden bei einem Anschlag auf eine Polizeipatrouille zwei Beamte getötet. In der Nähe von Bakuba durchsuchten irakische Sicherheitskräfte am frühen Morgen Häuser in zwei Dörfern. 41 Verdächtige wurden festgenommen, Waffen und Munition beschlagnahmt. In der Region kam es in den vergangenen Wochen verstärkt zu Gewalttaten.

Die US-Streitkräfte gaben am Mittwoch den Tod von zwei weiteren US-Soldaten im Irak bekannt. Einer der beiden sei am Dienstag bei Kämpfen im Norden des Landes ums Leben gekommen, der andere bei einem Angriff auf seine Patrouille in Bagdad. (APA/AP)

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