FACC hält trotz A380-Problemen an Planzahlen fest

19. Oktober 2006, 19:21
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Vorstand Neuböck: Unternehmen breit aufgestellt - Kommende Woche Aufsichtsrat

Linz - Der Flugzeugzulieferer Fischer Advanced Composite Components (FACC) mit Sitz in Ried im Innkreis in Oberösterreich hält trotz der Lieferverzögerung beim Airbus A380 an seinen Planzahlen für das laufende Geschäftsjahr 2006/07 (per Ende Februar) fest. Man sei breit aufgestellt, erklärte Vorstand Manfred Neuböck am Mittwoch im Gespräch mit der APA, und fertige auch in größerem Umfang für Kunden wie Boeing und Bombardier.

"Wir haben bereits im Sommer reagiert", betonte er auf die Probleme mit Airbus angesprochen. FACC sei rechtzeitig auf andere Programme ausgewichen und gehe weiter davon aus, im laufenden Jahr 178 (2005/06: 150) Mio. Euro umzusetzen. Die endgültige Zahl sollte lediglich um "plus, minus zwei Prozent" abweichen, so Neuböck. Er rechne auch beim Ergebnis "mit keinen größeren Auswirkungen". Konkreter wollte der Vorstand nicht werden.

Genaue Kosten werden erst berechnet

Die genauen Kosten der Umstellung müssten erst berechnet werden. Kommende Woche werde sich der Aufsichtsrat damit befassen, kündigte Neuböck an, der davon ausgeht, dass sich die Probleme mit Airbus mittelfristig lösen werden. In den nächsten drei Jahren sollte es zu einer erfolgreichen Umsetzung kommen.

FACC verfügt nach eigenen Angaben über eine Exportquote von rund 99 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt aktuell an die 1.200 Mitarbeiter. Der Personalstand solle in den kommenden zwölf Monaten konstant gehalten werden, so Neuböck.

Airbus kämpft bereits seit längerem mit Problemen bei der A380-Produktion. Diese Woche hatte es geheißen, dass sich die Auslieferung des Jumbos um bis zu ein Jahr verzögere. Die ersten Flugzeuge sollen demnach 2007 bzw. 2008 fertig sein. (APA)

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