Die Kralle hält das Handy fest

12. Oktober 2006, 08:27
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Halterungssystem made in Salzburg - Kleiner als eine Ein-Cent-Münze

Der Ärger darüber, dass sein iPod und sein Handy beim Autofahren immer herumkugelten und handelsübliche Halterungen ihm nicht gefielen oder zu sperrig waren, brachte den Bischofshofener Thomas Stranig auf die Idee: Man müsste ein Befestigungssystem für elektronische Kleingeräte entwickeln, das sich leicht und möglichst unsichtbar an vielen Orten montieren lässt. Nach einigem Grübeln herausgekommen ist iClaw, die magnetische Kralle.

Leichtgewicht

Kleiner als eine Ein-Cent-Münze verspricht das runde Ding ein Tragegewicht von rund 200 Gramm pro Einheit. Und so funktioniert's: Das aus zwei Scheiben bestehende Minimagnetset wird mittels Klebstreifen am gewünschten Gerät angebracht, das Ganze dann mit leichtem Druck nach unten auf der Fläche, auf der es halten soll, abziehen, fertig. "Beim Montieren sollte man allerdings darauf achten, dass das Gerät, auf dem die iClaw angebracht ist, keine Bedienungselemente, Displays im Auto, an der HiFi-Anlage etc. verdeckt", rät der Erfinder.

Die Magnete haben Stranig zufolge keine negative Auswirkung auf die Funktionstüchtigkeit der Elektrogeräte. "Mein iPod mit Festplatte hält schon ein Jahr damit und läuft problemlos", versichert er. Zahlreiche Kurztests mit anderen MP3-Playern und Handys hätten nichts Gegenteiliges gezeigt.

33 Stück pro Stunde

Derzeit fertigt Stranig, Sproß einer Tischlerfamilie und Grafikdesigner mit abgeschlossener Gastronomieausbildung, die Krallen noch in Heimarbeit mit einem kleinen Heer fleißiger Helferlein. "Der momentane Ausstoß liegt bei durchschnittlich 33 Stück pro Stunde", sagt er. 2500 Stück davon habe er schon verkauft. Hehres Ziel für heuer: mindestens 100.000 Stück. Das könne er allerdings nicht alleine bewältigen. Deswegen ist er auf der Suche nach einem starken Partner oder Investor, um die Vermarktung von iClaw, wenn möglich auf der ganzen Welt, voranzutreiben.

Die haltbaren Krallen können in Packungen in Silber, Gold- oder Titanoptik ab zwölf Euro in Stranigs Onlineshop bezogen werden. (Karin Tzschentke / DER STANDARD Printausgabe, 04.10.2006)

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iClaw

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