Mehrere Ölarbeiter in Nigeria entführt - Wachleute getötet

4. Oktober 2006, 14:11
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Drei Briten und zwei Malaysier unter den Verschleppten

Lagos - Im Süden Nigerias sind am Dienstag mindestens sieben ausländische Mitarbeiter von Ölfirmen überfallen und verschleppt worden. Bei dem Überfall in einer Wohnanlage für Beschäftigte der Öl-Unternehmen in Eket seien zudem zwei nigerianische Wachleute getötet worden, sagten Vertreter der Ölindustrie des Landes.

Briten und Malaysier

Unter den Entführten seien drei Briten und zwei Malaysier. Die Nationalitäten der übrigen Arbeiter waren zunächst nicht bekannt. Der Überfall ereignete sich in der Nähe einer Anlage des Ölkonzerns ExxonMobil, der in Nigeria täglich rund 800.000 Barrel Öl fördert.

Wenige Stunden zuvor waren bei einem Überfall auf Einrichtungen der Ölindustrie im ölreichen Nigerdelta etwa 25 einheimische Arbeiter verschleppt worden. Zudem wurden mindestens drei Soldaten getötet und sieben weitere vermisst. Die Verschleppten seien bei einem Unternehmen beschäftigt gewesen, das für den Ölkonzern Royal Dutch Shell arbeitet, teilten die Behörden mit.

Gründe für Entführungen

In Nigeria werden immer wieder Mitarbeiter von Ölfirmen entführt. Viele Entführungen in dem Land mit der größten Ölproduktion in Afrika sind allein durch die Hoffnung auf Lösegeld motiviert. Andere zielen darauf ab, die Bewohner der Förderregion stärker an den Gewinnen der Ölbranche zu beteiligen.(APA/Reuters)

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