Literaturprofessor wegen Leugnung des Holocaust verurteit

16. Oktober 2006, 17:30
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Drei Monate Haft auf Bewährung sowie 7.500 Euro Strafe für 77- Jährigen

Paris - In Paris ist ein französischer Literaturprofessor im Ruhestand wegen der Leugnung des Holocaust zu einer dreimonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Anlass waren Äußerungen des 77 Jahre alten Robert Faurisson im iranischen Fernsehsender Sahar 1. Dort hatte er im Februar 2005 erklärt, es habe "nie eine einzige Gaskammer unter den Deutschen" gegeben.

"Deshalb sehen die Millionen Touristen, die Auschwitz besuchen, eine Lüge, eine Fälschung, eine Täuschung für Touristen." Wegen der "Beihilfe bei der Leugnung eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit" muss der früher an der Universität Lyon lehrende Faurisson nun auch 7500 Euro Strafe zahlen. Er war zwischen 1992 und 1998 schon mehrfach wegen ähnlicher Äußerungen verurteilt worden. (APA)

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