Gold im Sog des fallenden Ölpreises tiefer

4. Oktober 2006, 19:19
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Im Sog des Ölpreis-Rückgangs ist Gold am Dienstag unter die psychologisch wichtige Marke von 600 Dollar je Feinunze gefallen

Frankfurt - Im Sog des Ölpreis-Rückgangs ist Gold am Dienstag unter die psychologisch wichtige Marke von 600 Dollar je Feinunze gefallen. Das Edelmetall kostete zu Mittag 591,90 Dollar (466,3 Euro). Der niedrigere Ölpreis und die jüngsten, unerwartet schwachen US-Konjunkturdaten deuteten auf einen nachlassenden Inflationsdruck hin, begründeten Börsianer den Kursverfall beim Gold. Das Edelmetall dient Anlegern als Absicherung gegen Teuerungsrisiken.

Spekulationen auf weiter steigende US-Ölreserven drückten den Preis für Brent-Öl unter die Marke von 60 Dollar je Fass (159 Liter). Die Nordsee-Sorte verlor einen knappen halben Cent auf 59,96 Dollar. Die US-Sorte WTI verbilligte sich in ähnlichem Umfang auf 60,50 Dollar. Einer Reuters-Umfrage zufolge sind die US-Ölreserven in der vergangenen Woche um weitere 1,3 Mio. Barrel gestiegen. Die Zahlen sollen am Mittwoch bekannt gegeben werden.

Basismetalle unter Druck

Angesichts des schwächer als erwartet ausgefallenen Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager standen auch die Basismetalle unter Druck. Kupfer verbilligte sich um zwei Prozent auf 7390 Dollar je Tonne. Die gestern vorgelegten Zahlen leisteten Spekulationen auf eine schwindende Nachfrage Vorschub, sagten Händler. Weitere größere Kurseinbrüche seien jedoch nicht zu erwarten. "Die Angebotssituation bleibt das Hauptthema für den Markt", schrieben die Analysten von Barclays Capital in einem Marktkommentar. Drohende Streiks und rückläufige Lagerbestände hielten das eingeschränkte Angebot im Rampenlicht.

Für Nickel sagten die Experten weitere Kursgewinne voraus und verwiesen zur Begründung auf die steigende Nachfrage der Stahlbranche und die extrem niedrigen Lagerbestände. Der für die Edelstahl-Herstellung wichtige Rohstoff notierte wenig verändert bei 29.300 Dollar je Tonne. (APA/Reuters)

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