DDR und BRD: Berliner Schau zeigt "Post von drüben"

11. Oktober 2006, 12:22
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Kommunikationsmuseum gibt Einblicke in Briefwechsel zwischen Ost und West und somit in die Alltags- und Mentalitätsgeschichte vor der Wende

Berlin - Sehnsüchte, Wünsche und Grüße aus einer anderen Welt: Rund 190 Millionen Postsendungen gingen seit den 70er Jahren bis zur Wende über die innerdeutsche Grenze. Seit dem 16. Jahrestag der Deutschen Einheit, der am 3. Oktober begangen wird, gibt eine Ausstellung im Berliner Kommunikationsmuseum Einblicke in den Briefwechsel zwischen Ost und West. "Post von drüben" heißt die Schau, in der Original-Briefe und Postkarten die deutsche Teilung auf persönliche Weise widerspiegeln. Die Schau ist bis zum 29. Oktober zu sehen.

Alltags- und Mentalitätsgeschichte

Das Museum sammelt seit einem Jahr deutsch-deutsche Briefe, die von Privatleuten gespendet wurden. Die Dokumente aus den Jahren der deutschen Teilung seien eine wichtige Quelle für die Alltags- und Mentalitätsgeschichte in den Jahren der deutschen Teilung, sagte Museumssprecherin Susanne Kiewitz. Ihre Bewertung: Trotz Stasi- Überwachung des Postverkehrs habe die private Kommunikation der politischen und räumlichen Trennung durch Mauer und Stacheldraht entgegengewirkt. (APA/dpa)

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    Das Archivbild vom 11.11.1989 zeigt jubelnde Menschen, die mit Wunderkerzen auf der Berliner Mauer sitzen. Nach der Öffnung eines Teils der deutsch-deutschen Grenzübergänge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 reisten Millionen DDR-Bürger für einen kurzen Besuch in den Westen. In der Folge wurde die innerdeutsche Grenze abgebaut, seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wieder vereint.

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