Tirol Milch will Produktion in Wörgl konzentrieren

25. Oktober 2006, 16:20
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Schließung des Produktionsstandortes Innsbruck "ziemlich fix", kein Arbeitsplatz-Abbau geplant - Standort Lienz nicht betroffen

Wien/Innsbruck - Die Schließung der Tirol-Milch-Produktion am Standort Innsbruck sei "ziemlich fix", bestätigte Geschäftsführer Andreas Geisler gegenüber der APA. Endgültig besiegelt wird die komplette Verlagerung der Milchherstellung von der Tiroler Landeshauptstadt nach Wörgl aber erst Mitte November. "Die Entscheidung haben die Eigentümer, aber die Richtung geht dahin", sagte Geisler. Die Produktion an den Standorten Innsbruck und Wörgl soll dann in Etappen zusammengelegt werden, um Kosten zu sparen.

In etwa zwei Jahren werde die Produktion in Innsbruck dann auslaufen und komplett ins Tiroler Unterland verlagert sein. 95 der 135 Mitarbeiter der Tirol Milch in Innsbruck sind von der anstehenden Maßnahme betroffen. Einen Arbeitsplatz-Abbau schließt Geisler kategorisch aus: "Wir brauchen unsere spezifisch ausgebildeten Mitarbeiter", hofft der Tirol-Milch-Chef auf die Mobilität seiner Arbeitnehmer. Sie müssten künftig etwa eine halbe Stunde von Innsbruck nach Wörgl pendeln. In Innsbruck bleiben sollen der Unternehmenssitz, die Milchgeld-Abrechnung und der Abholmarkt, bestätigt Geisler entsprechende Zeitungsberichte.

Drei Standorte

Die genossenschaftlich organisierte Tirol Milch ist an drei Standorten mit 300 Mitarbeitern aktiv - neben Innsbruck und Wörgl auch in Lienz. Dort stellt das Unternehmen mit 25 Mitarbeitern Weiß- und Graukäse her. Lienz sei von der jüngsten Standort-Evaluierung "nicht betroffen". Tirol Milch beschäftigt derzeit 300 Mitarbeiter. Daran soll sich auch nach der Zusammenlegung der beiden Produktionsstandorte Innsbruck und Wörgl nichts ändern. Eigentümer der Tirol Milch sind 4.300 Milch liefernde Bauern in Nordtirol. 1.100 davon sind Almlieferanten. (APA)

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