Mindestens 3,1 Prozent Wachstum 2006

19. Oktober 2006, 15:16
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Wifo und IHS haben laut Regierung ihre Prognosen angehoben und bestätigen damit OeNB-Prognose von 3,2 Prozent

Wien - Österreichs Wirtschaft wächst 2006 um mindestens 3,1 Prozent. Das geht laut Regierungsangaben aus der neuesten Konjunkturprognose der Wirtschaftsforscher hervor, deren Veröffentlichung für kommenden Freitag geplant ist. Die Wirtschaftsforscher würden damit auch die Prognose der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) bestätigen, heißt es in einer Pressemitteilung der Bundesregierung von heute, Dienstag. Die OeNB hatte zuletzt Mitte September die Wachstumsprognose für Österreich auf 3,2 Prozent erhöht.

Österreich liege mit seinem Wachstum bei den führenden Ländern Europas und damit deutlich über dem Schnitt der Eurozone, heißt es in einer Presseaussendung weiter. Auch für das kommende Jahr werde ein Wirtschaftswachstum prognostiziert, das deutlich über dem Wert der Prognosen vom Juni liegt.

Im Juni hatten die beiden Wirtschaftsforschungsinstitute Wifo und IHS für 2006 noch ein Wachstum von 2,6 bzw. 2,5 Prozent prognostiziert. Für 2007 wurden damals 2,1 bzw. 2,2 Prozent vorausgesagt.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Vizekanzler Hubert Gorbach sehen sich laut Aussendung durch die erfolgreichen Wirtschaftsdaten in ihrem Kurs bestätigt: "Die Regierung hat in den vergangenen Jahren die richtigen Impulse und Maßnahmen dafür gesetzt, dass dieser kräftige Aufschwung für mehr Arbeitsplätze und eine positive Wirtschaftsentwicklung sorgt. Das Maßnahmenpaket, das wir in Innsbruck beschlossen haben, hat voll gegriffen."

Die Trendwende am Arbeitsmarkt habe sich verfestigt, das hätten auch die September-Daten bestätigt. Die Zahl der Beschäftigten sei um 61.616 gegenüber dem Vorjahr höher, das sind 1,9 Prozent mehr als im September 2005. Auch die Zahl der Arbeitslosen sei weiter gesunken, nämlich um 24.016 und liege um 10,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Darüber hinaus hätten rund 11 Prozent eine Einstellzusage für einen neuen Arbeitsplatz. Die Jugendarbeitslosigkeit sei um 14,8 Prozent deutlich weiter gesunken. (APA)

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