Bildbearbeitung

9. Oktober 2006, 23:15
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Elf Stationen des experimentellen Kinos aus Österreich

Sabine Hiebler/Gerhard Ertl Definitely Sanctus (1992, 4 min) Definitely Sanctus ist eine Bearbeitung alpiner Sitten und Gebräuche und ist aus Szenen von Heimatfilmen der 50er- Jahre zusammengestellt. (S.H. & G.E.)

 

Gustav Deutsch WELT SPIEGEL KINO – Episode 1 (A/NL 2005, 30 min) Eine Episode über die Polysemantik frühen Kinos, die mit einem Schwenk über ein historisches Wiener Kino beginnt. Deutsch begreift die Aufnahme als Suchmaschine, die auch sinnliche Effekte generiert. (Dominik Kamalzadeh)

Lisl Ponger Passagen (1996, 12 min) Passagen aus Reisefilmen in einer rhythmisch makellosen Abfolge von Bewegungen und Stillständen. Wenn dazu im Off Interviews mit Emigranten anklingen, so sind dies Verfremdungen eines Raums, in dem die Barrieren zwischen dem Fremden und dem Eigenen obsolet werden. (Claus Philipp)

Siegfried A. Fruhauf Mirror Mechanics (2005, 7 min) Eine Frau blickt in einen Spiegel: Knarren suggeriert Bedrohung, immer wieder dreht sie sich um, doch sie sieht nur sich selbst – dem Blick der Kamera ausgesetzt, der mit der Dauer des Films immer gnadenloser wird. (Aki Beckmann)

Mara Mattuschka SOS Extraterrestria (1993, 10 min) Eine Godzilla-Imitatorin auf dem Weg zu sich selbst: die außerirdische Riesin in den Straßen einer Großstadt, Unsinn stiftend, Vernichtung produzierend, mit dem Eiffelturm kopulierend. (Stefan Grissemann)

Thomas Draschan / Stella Friedrichs To the Happy Few (2003, 4 min) To the Happy Few ist um die Idee des Mandala strukturiert. Das Mandala tritt in Form von grafisch stilisierten Sonnensystemen, Atommodellen und vielem anderen mehr in Erscheinung. (T.D.)

Dietmar Brehm Verdrehte Augen (2002, 12 min, stumm) Ein Drama der Blicke, in dem die verdrehten Augen der Frau sexuelle Überlegenheit und Unterwerfung zum Ausdruck bringen. (Bert Rebhandl)

Dietmar Brehm Blah Blah Blah (2006, 12 min) Ein Versuch über die Unruhe: Blah Blah Blah enthält eine Unmenge von verschiedenartigen Aufnahmen in einer Montage, die zwischen kontemplativem Bild und rapiden Bildstürzen wechselt. (Bert Rebhandl)

Peter Tscherkassky Happy End (1996, 11 min) Ein Ehepaar, das sich und der Kamera alljährlich zu Weihnachten fröhlich zuprostet, kehrt wieder und wieder. Der Bestand an Alkoholika und sonstiges Zubehör wechseln, das Gesten-Repertoire bleibt gleich. (Isabella Reicher)

Peter Tscherkassky Outer Space (1999, 10 min) Ein US-Horrorfilm liefert das Ausgangsmaterial für Bearbeitungen, die den Bildträger und die Erzählung umformen und jene unsichtbare Macht, die im Horrorfilm eine Frau bedroht, in eine furiose Materialschlacht in Cinemascope verwickelt. (Isabella Reicher)

Martin Arnold passage à l’acte (1993, 12 min) Eine Familie im Zustand der Aphasie. Das Lallen, Zischen, Klopfen, Spucken, Bellen ist kaum anders aufzunehmen denn als Serie höchst aggressiver Akte. (Ekkehard Knörer)

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