Spar Österreich will keine weiteren Auslandsmärkte erschließen

9. November 2006, 19:41
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Vorstandsvorsitzender Drexel: "Nicht die Anzahl der Länder ist wichtig, sondern die Marktposition"

Bregenz - Die Handelskette Spar Österreich will derzeit keine neuen Auslandsmärkte erschließen. "Uns ist nicht nicht die Anzahl der Länder wichtig, in denen wir tätig sind, sondern die Marktposition im jeweils bearbeiteten Land", betonte der Vorstandsvorsitzende von Spar Österreich, Gerhard Drexel, im Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten" (Dienstag-Ausgabe). Im heurigen Jahr soll der Umsatzanteil des Auslandsgeschäfts die 40-Prozent-Marke überspringen.

Marktdurchdringung schrittweise erhöhen

Spar ist neben Österreich auch in Ungarn, Norditalien, Slowenien, Tschechien und Kroatien tätig. Im Rahmen der Auslandsstrategie soll die Marktdurchdringung pro Land schrittweise erhöht werden. "Unser Ziel ist idealerweise, unter den Top drei zu sein, jedenfalls aber unter den Top fünf, und in den meisten Ländern sind wir das schon", erklärte Drexel. Ausgenommen sei Tschechien ("Dort haben wir erst viel später begonnen."). Von Kroatien gebe es noch keine Zahlen. Vorrangig sei dabei ein organisches Wachstum durch Eigenexpansion "und gegebenenfalls auch durch wohlüberlege Akquisitionen".

Marktanteilsverschiebungen schwer möglich

In Bezug auf den österreichischen Markt stellte Drexel fest, dass Marktanteilsverschiebungen nur schwer möglich seien. In fünf Jahren wolle man sagen können, die Verwandlung von einem österreichischen Handelsunternehmen zu einem mitteleuropäischen Handelskonzern erfolgreich geschafft zu haben. "Das ist gelungen, wenn der Umsatzanteil des Auslandsgeschäfts über 50 Prozent beträgt", präzisiert Drexel. 2005 habe der Umsatzanteil des Auslandsgeschäfts 39 Prozent erreicht, heuer werde die 40 Prozent-Marke übertroffen. (APA)

  • Vorstandsvorsitzender von Spar Österreich, Gerhard Drexel.
    foto: standard/wild

    Vorstandsvorsitzender von Spar Österreich, Gerhard Drexel.

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