Wiener Börse am Dienstag: ATX schließt schwächer

4. Oktober 2006, 17:54
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Gutes Volumen - Schwaches europäisches Umfeld - AUA deutlich tiefer

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei gutem Volumen mit etwas tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 18,14 Punkte oder 0,48 Prozent auf 3.759,81 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 13 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.747 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17:30 Uhr MESZ: Dow Jones/New York +0,32 Prozent, DAX/Frankfurt -0,12 Prozent, FTSE/London -0,34 Prozent und CAC-40/Paris -0,44 Prozent.

Der ATX musste am Dienstag erneut ein Minus verbuchen. Nach schwächerem Verlauf am Vormittag, konnte der heimische Leitindex einen Teil seiner Abschläge am Nachmittag wieder aufholen. "Nach der heftigen Reaktion gestern auf das Ergebnis der Nationalratswahlen, hat sich heute die Situation wieder etwas normalisiert", meinte ein Händler. Auch das Umsatzvolumen ist wieder etwas zurückgekommen.

In den Fokus rückten die Titel der AUA. Die Aktien der heimischen Fluglinie rutschten deutlich um 5,82 Prozent auf 6,80 Euro (257.467 gehandelte Stück in Einfachzählung) ab. "Die aktuelle Nachrichtenlage wird von der Börse nicht goutiert", hieß es dazu in einem Handelsraum. Das Unternehmen plant noch für heuer eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 350 Mio. Euro. Davor ist noch eine Kapitalherabsetzung des Aktien-Nennwerts von 7,27 auf 3,00 Euro geplant. Die ÖIAG will bei der Kapitalerhöhung voll mitziehen, hieß es.

Nach den laut Händlern "überraschenden" Vortagesgewinnen büßten voestalpine heute um 1,93 Prozent auf 32,56 Euro (520.827 Stück) ein. Unter den weiteren Indexschwergewichten verloren Raiffeisen International 0,62 Prozent auf 83,48 Euro (204.759 Stück) und Erste Bank fielen um 0,70 Prozent auf 48,41 Euro (573.558 Stück).

OMV sanken in einem schwachen europäischen Sektor um 0,49 Prozent auf 38,89 Euro (1.583.774 Stück). Hier wurde im Handel auch auf den Rückgang beim Ölpreis verwiesen. KBC hat die Bewertung des heimischen Öl- und Gaskonzerns mit der Kaufempfehlung "buy" neu aufgenommen.

Telekom Austria zeigten sich mit minus 0,65 Prozent auf 18,23 Euro (3.135.006 Stück) neuerlich schwächer. Die Analysten der Citigroup haben ihr Anlagevotum von "buy" auf "hold" zurückgenommen, das Kursziel wurde um elf Prozent auf 19,50 Euro gesenkt.

Nach dem schweren Kurseinbruch vom Montag konnten sich bwin mit einem Kursanstieg um 6,33 Prozent auf 14,44 Euro (1.132.189 Stück) wieder etwas erholen. RHI zogen um 2,02 Prozent auf 30,25 Euro (136.955 Stück) an und Semperit gewannen 0,81 Prozent auf 24,90 Euro (33.980 Stück). Merrill Lynch startet die Bewertung von Semperit mit "buy".

Die zehn größten Kursgewinner von Dienstag:

1. BWIN INT. ENTERT. AG +6,33 Prozent 2. RATH AG +3,73 Prozent 3. FERATEL MEDIA TECHNOLOGIES AG +3,64 Prozent 4. BWT AG +2,71 Prozent 5. CHRIST WATER TECHNOLOGY AG +2,26 Prozent 6. RHI AG +2,02 Prozent 7. EYBL INTERNATIONAL AG +1,96 Prozent 8. JOWOOD PRODUCTIONS SOFTWARE AG +1,61 Prozent 9. AGRANA BETEILIGUNGS-AG +1,60 Prozent 10. MAYR-MELNHOF KARTON AG +1,38 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von heute:

1. CEE IMMOBILIEN DEVELOPEMENT AG -26,89 Prozent 2. AUSTRIAN AIRLINES AG -5,82 Prozent 3. LENZING AG -3,08 Prozent 4. ALLG.BAUGESELL.-A.PORR AG VZ -2,46 Prozent 5. SCHOELLER-BLECKMANN AG -2,41 Prozent 6. INTERCELL AG -2,24 Prozent 7. HIRSCH SERVO AG -2,21 Prozent 8. VOESTALPINE AG -1,93 Prozent 9. HTP HIGH TECH PLASTICS AG -1,43 Prozent 10. OBERBANK AG VZ -1,18 Prozent

(APA)
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