20 Milliarden Dollar Schaden durch Filmpiraterie

9. Juli 2007, 11:32
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Studie ortet 140.000 verlorene Arbeitsplätze in den USA - Österreichische Industrie setzt auf kopiersichere Formate und DRM-Schutz

Durch illegale Filmpiraterie ist den USA im vergangenen Jahr ein volkswirtschaftlicher Schaden von 20,5 Mrd. Dollar entstanden. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie im Auftrag der . Unter dem Titel "Die wahren Kosten der Filmpiraterie für die US-Wirtschaft" werden dabei nicht nur die tatsächlichen Verluste durch entgangene Verkäufe hochgerechnet, sondern auch die volkswirtschaftlichen Folgekosten berücksichtigt. Neben steuerlichen Verlusten von 837 Mio. Dollar für das Jahr 2005 verweisen die Studienverantwortlichen auch auf geschätzte 140.000 Arbeitsplätze, die durch die Filmpiraterie verloren gegangen sind.

Wachrütteln

Mit den publizierten Zahlen will die Filmindustrie neben der Öffentlichkeit in erster Linie auch Politiker wachrütteln. "Diese Studie veranschaulicht erstmals, dass Filmpiraterie nicht nur der Filmindustrie selbst schadet, sondern einen gefährlichen Dominoeffekt auslöst. Die Folgen sind Job- und Einkommensverluste innerhalb und außerhalb der Industrie, von den verlorenen Steuern ganz zu schweigen", erklärte Dan Glickman, Chairman und CEO der MPAA anlässlich der Studienpräsentation. Die MPAA fordert alle Gesetzgeber des Landes daher auf, den gemeinsamen Kampf gegen die illegale Filmpiraterie zu verstärken.

Strenge Gesetze

Ein strengerer Gesetzesvollzug zählt auch in Europa zu den wichtigsten Instrumenten der Pirateriegegner. "In den vergangenen drei Jahren haben wir die Bekämpfung verstärkt. Was die offene Piraterie über eBay und andere Versandplattformen betrifft, waren wir dabei erfolgreich", meint Andreas Manak, Generalsekretär des Vereins für Antipiraterie der Film- und Videobranche (VAP), im pressetext-Interview. Neben den asiatischen Flohmarkthändlern, die für den Großteil der hard-copy-basierten Raubkopien verantwortlich seien, mache dem europäischen Markt in erster Linie die Download-Piraterie über das Internet zu schaffen, so Manak.

Drei

Im Kampf gegen die Filmpiraterie will die Industrie auch hierzulande weiterhin dreigleisig fahren. Neben dem Ausschöpfen gesetzlicher Möglichkeiten, die vor allem auf kommerzielle Raubkopierer abzielen, wird zum Leidwesen vieler Anwender verstärkt in neue kopiersichere Formate und DRM-Schutz investiert. Als vielversprechendste Strategie bewerten Industrieexperten allerdings das Forcieren von legalen Download-Angeboten.(pte)

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