EFG Eurobank kauft bulgarische DZI

16. Oktober 2006, 10:46
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Fusion mit bulgarischer EFG-Tochter geplant - Griechische Banken kontrollieren ein Viertel des bulgarischen Marktes

Sofia/Wien - Die drittgrößte griechische Bank, EFG Eurobank, hat um 157,8 Mio. Euro 74,26 Prozent der bulgarischen DZI Bank erworben. Die Griechen bezahlen 110 Mio. Euro bar und den Rest mit 2 Mio. ihrer eigenen Aktien, wie die bulgarische Tageszeitung "Dnevnik" berichtete. Verkäufer der DZI ist die Witwe des im Vorjahr ermordeten Bankers Emil Kyulev, Vesela Kyuleva. EFG rechnet damit, dass die bulgarischen Behörden die Übernahme noch heuer genehmigen werden.

EFG Eurobank ist in Bulgarien bereits mit einer lokalen Postbank vertreten, die mit der DZI zur viertgrößten Bank des Landes fusioniert werden soll. Die neue Bank hätte mit einer Bilanzsumme von 3,3 Mrd. Lew (1,69 Mrd. Euro) einen Marktanteil von 9,2 Prozent. Derzeit ist die DZI die Nummer 11 in Bulgarien. Sie verfügt über 131 Filialen und beschäftigt 1.300 Mitarbeiter. Mit dieser Akquisition halten griechische Banken rund 25 Prozent des bulgarischen Bankmarktes. Neben der DZI und Postbank befinden sich auch die United Bulgarian Bank, Piraeus Bank, Alpha Bank und Emporiki Bank in griechischem Eigentum.

Unter den Interessenten für die DZI waren ursprünglich auch die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) und die ungarische OTP, Mitte September ließ die ÖVAG jedoch wissen, sie sei an der DZI nicht mehr interessiert. (APA)

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