Voves erwartet "sehr schwierige Verhandlungen" mit der ÖVP

3. Oktober 2006, 17:25
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Steirischer Landeshauptmann: Gehrer sollte nicht mehr nächster Regierung angehören

Wien - Der steirische Landeshauptmann Franz Voves (S) erwartet "sehr schwierige Verhandlungen" mit der ÖVP zur Bildung einer Großen Koalition. In der "ZIB 2" des ORF erklärte Voves, die Wahlprogramme beider Parteien seien in grundsätzlichen Fragen sehr unterschiedlich, aber die Gespräche werden "nicht ausweglos" sein. Auf jeden Fall sollte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V), deren Politik "wirklich eine Katastrophe" gewesen sei, nicht mehr der nächsten Regierung angehört.

Was die jüngste Forderung von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer nach einer Grundsicherung von 800 Euro betrifft, habe er dies noch nicht vernommen. Gusenbauer werde jetzt bestimmte Positionen noch stärker öffentlich machen, dies sei "das ganz normale Ritual". Über die Frage der Ressortzuteilung zu sprechen, sei zu früh. Man müsse auch erst das endgültige Wahlresultat abwarten, so Voves.

Rasche Verhandlungen

Auch bezüglich der Frage, ob die Gewerkschafter den künftigen Sozialminister stellen, wollte sich Voves nicht festlegen. Allerdings sei das Verhältnis zwischen der Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter und der SPÖ in der Steiermark "nach wie vor das Beste".

Was den Zeitplan der Regierungsbildung betrifft, hofft Voves auf rasche Verhandlungen. Daher sei er dafür, vor Weihnachten fertig zu werden. Er selbst wolle kein Ministeramt. (APA)

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