Katharina Hacker erhält Deutschen Buchpreis 2006

3. Oktober 2006, 18:17
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"Habenichtse": Ein Roman über das Suchen und Scheitern

Frankfurt/Main - Die Deutsche Katharina Hacker erhält in diesem Jahr den Deutschen Buchpreis. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zeichnete die Autorin am Montag in Frankfurt am Main für ihr Werk "Die Habenichtse" mit dem mit 25.000 Euro dotierten Preis aus. Die übrigen fünf nominierten Schriftsteller erhalten jeweils 2.500 Euro.

Vorbild: Man Booker Prize

Der Preis wurde zum zweiten Mal vergeben. Er orientiert sich an Vorbildern wie dem englischen Man Booker Prize und dem französischen Prix Goncourt. Im Vorjahr siegte der Vorarlberger Autor Arno Geiger mit seinem Roman "Es geht uns gut". Diesmal war kein Österreicher nominiert.

Die Jury hatte zum Schluss die Auswahl unter sechs Romanen, die es in die Finalrunde schafften. Nominiert wurden neben Hacker Martin Walser ("Angstblüte"), Thomas Hettche ("Woraus wir gemacht sind"), Ingo Schulze ("Neue Leben"), Sasa Stanisic ("Wie der Soldat das Grammophon repariert") und Ilja Trojanow ("Der Weltensammler").

120 Romane zur Auswahl

Insgesamt lagen der Jury 120 Romane in deutscher Sprache vor, die zwischen dem 1. Oktober 2005 und 12. September 2006 erschienen sind. Der Jury gehörten die Schriftsteller John von Düffel und Terezia Mora an, die Journalisten Elmar Krekeler ("Die Welt"), Volker Hage ("Der Spiegel") und Denis Scheck (Deutschlandfunk), die Literaturkritikerin Pia Reinacher sowie der Buchhändler Stephan Samtleben.

Der Deutsche Buchpreis soll jedes Jahr als Auszeichnung für den besten deutschsprachigen Roman vergeben werden. Um Unabhängigkeit und Transparenz bei der Preisvergabe zu sichern, wurde eine "Akademie Deutscher Buchpreis" berufen; die elf Mitglieder kommen aus der Buch- und Medienbranche. Das Gremium bestimmt die jährlich wechselnde Jury, die den Preisträger in mehreren Auswahletappen kürt.

Auszeichnung

Der Preis wird am Vorabend der Frankfurter Buchmesse verliehen. Jeder Verlag aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kann sich mit zwei deutschsprachigen Romanen aus seinem aktuellen oder geplanten Programm um die Auszeichnung bewerben. Die Jury sichtet die Einsendungen, sie kann auch zusätzliche Titel anfordern, die sie für geeignet hält. (APA/AP)

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