Yangtse-Staudamm vertreibt noch mehr Menschen

8. Oktober 2006, 20:21
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Zahl der Zwangs-Übersiedelten könnte sich auf mehr als 1,4 Millionen Betroffene erhöhen

Peking - In China müssen wegen des umstrittenen Drei-Schluchten-Staudamms am Jangtse-Fluss mehr Menschen umgesiedelt werden als bisher angenommen. Die Zahl derer, die für den auf bis zu 158 Meter Tiefe und 600 Kilometer Länge aufgestauten See Platz machen sollen, könne sich auf mehr als 1,4 Millionen Menschen erhöhen, meldete am Montag die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Zuvor sei mit der Umsiedlung von 1,13 Millionen gerechnet worden.

Kritik der Menschenrechtler

Das Projekt hatte wegen seiner Folgen für die Umwelt und der Zwangsumsiedlungen von über einer Million Menschen für heftige Kritik gesorgt. Menschenrechtsorganisationen prangern zudem an, dass viele der umgesiedelten Bauern kaum eine Entschädigung erhielten.

Ab 2009 sollen die 26 Turbinen so viel Strom produzieren wie fast 20 mittelgroße Atomkraftwerke. Außerdem soll der Staudamm mit seinen verbauten 27 Millionen Kubikmetern Beton auch die berüchtigten Überschwemmungen des größten Stromes in China bändigen. (APA/Reuters)

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