Robert Schindel: "Es kann nur besser werden"

3. Oktober 2006, 13:06
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Schriftsteller ist "gebremst optimistisch", was eine rote Kanzlerschaft betrifft - Finanzielle Grundsicherung für Kunstschaffende gefordert

Wien - Der Schriftsteller Robert Schindel zeigt sich im Gespräch mit der APA "gebremst optimistisch", ob sich die Situation für Künstlerinnen und Künstler unter einer roten Kanzlerschaft verbessern würde. Er erwarte sich nicht allzu viel, denn schließlich habe auch die SPÖ ein durchaus pragmatisches Verhältnis zur Kultur. "Aber eigentlich kann es nur besser werden", meint der Autor im Hinblick auf die kulturpolitische Arbeit, die während der vergangenen zwei Legislaturperioden geleistet wurde: "Denn was da in den letzten Jahren passiert ist, ist kaum noch zu unterbieten." Schindel wünscht sich von der nächsten Regierung vor allem eine ausgeweitete finanzielle Grundsicherung für Kunstschaffende sowie eine breite Förderung insbesondere von Literatur, aber auch allen anderen Sparten. Dringend notwendig sei außerdem eine Reformierung des Urheberrechtsgesetzes.

Kulturpolitik in einer Hand

Schindel spricht sich zudem klar für die Zusammenlegung der kulturpolitischen Agenden aus, die derzeit zwischen Bildungsministerium und Kunststaatssekretariat aufgeteilt sind. Als wünschenswertes Modell nennt der Schriftsteller ein Kunstministerium, "so wie es damals unter Rudolf Scholten existiert hat". Auf jeden Fall müsse dieses mit genügend Kompetenzen ausgestattet und von jemandem geleitet werden, dem bzw. der die Kunst näher stünde als die Politik. Diesbezügliche Handlungsbereitschaft erhofft sich Schindel eher von einer rot-grünen als einer rot-schwarzen Koalition. Auf Grund von Gesprächen, die SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer mit Künstlern im Vorfeld der Wahl diesbezüglich geführt habe, zeigt sich der Autor in diesen Belangen jedoch grundsätzlich zuversichtlich. (APA)

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