Kotze und Glocke

Redaktion, 11. Oktober 2006, 15:06
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    foto: hubertus

    Zeitgenössischer Wetterfleck

Bereits im ersten Jahrhundert finden sich die modegeschichtlichen Wurzeln des Überwurfs, der später als "Wetterfleck" tituliert wurde

Arbeitskleidung und Kälteschutz, das war der ursprüngliche Zweck der Kotze, die seit Ende des 14. Jahrhunderts auch "Glocke" genannt wurde und ab 1850 als Wetterfleck bekannt ist. Etymologisch leitet sich der Begriff von "chozzo" und "chozza" (mhd., ahd.) her, was grobes Wollzeug, wollener Mantel, Decke und Kutte bedeutet. Die Kotze stimmt mit der "Paenula", einem Umhang aus grauem oder braunem Loden, der römischen Antike überein und ist somit seit dem ersten Jahrhundert historisch belegt.

Bei diesem Kleidungsstück handelt es sich um einen ponchoartigen Überwurf, hergestellt aus einem recheckigen oder runden grob gewebten Lodenstück, anfänglich mit Brustschlitz und Knopfloch, später zum Durchknöpfen mit Horn-, Leder- oder gravierten Metallknöpfen, das anfänglich vor allem in den Alpenländern Österreichs und Bayern getragen wurde.

Seit etwa der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fungiert die Kotze auch als Wanderkleidung und wird seit dem 20. Jahrhundert vielerorts anstelle eines Mantels bzw. zur Vollendung des Trachtengewandes verwendet. Modische Abwandlungen in Farbe und Schnitt mit Steh- bzw. Umlegekragen oder Kapuze durchziehen die letzten Jahrzehnte. (dabu)

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14 Postings
Schweindl vom Mein(d)l
00

a kotzn is a überwurf für'd pferd'. so sagt mein großvater.

hack in den sack
 
20
11.10.2006, 11:38
der inbegriff für kleinkariertes ewiggestriges spießertum.

Johannes S.
00
?

Dein Posting zeugt von einer Engstirnigkeit, die dir die einzigartige Fähigkeit verleiht mit beiden Augen durch ein Schlüsselloch zu gucken, Kollege.

hack in den sack
 
00
... sprach's und warf sich den Wetterfleck um

Träger von Wetterflecken trifft man bevorzugt in Salzburg und dem Ausseerland. Und diese Gegenden waren und sind nicht gerade bekannt für "open minded people".

Captain_Harlock
00
11.10.2006, 15:10

Und die selbe Form in Plastik wäre für dich dann ein Zeichen von Modernität?

Ich glaube die simple Farbe trägt da zu diesem missverstandenen in eine Schubladewerfen von solchen Kleidungsstücken bei.
Sowas hab ich aber auch schon in anderen Farben als Grün und Braun gesehen und damit mein ich nicht nur die psychodelischen Inca Überwürfe!

Rittmeister Kopetzký
01
11.10.2006, 14:48
Wieso?

Begründung bitte!

Decius
00
11.10.2006, 14:46
Wie kommst du darauf?

?

Theodor Herzl
 
10
11.10.2006, 08:25
eines der wenigen "trachten" teile das tatsächlich ältere historische wurzeln hat

allerdings sollte man hier schon anfügen dass das teil in teilen der bevölkerung gemeinhin gugl oder gugel heisst ... was wiederum auf einen keltischen begriff zurückgeht ..

der wetterfleck ist bei den kelten klar belegbar ... aber wohl weltweit ein recht logisches kleidungsstück .. das keineswegs unbedingt von älteren formen abstammen muss ...

Captain_Harlock
01
11.10.2006, 11:39

Also eine Gugel is aber etwas anderes, weil die geht 1. nur knapp über die Schultern und besitzt 2. eine Kapuze.

Captain_Harlock
00
11.10.2006, 15:07

sorry wegen doppelpost.. aber nach 2 h dachte ich nimmer, dass der post nocht kommt.. >.<

Captain_Harlock
00
11.10.2006, 09:25

Also die Gugel is aber was anderes, weil die hat ne Kapuze mit langem Zipfel.
http://www.ritterladen.de/shop/imag... /Gugel.jpg

Hab mir selber mal sowas genäht!
Is toll im Winter. Weil viel Wärme über Kopf und Schultern abgegeben wird, dämmt das Ding, wenn in Wolle, Filz mit Futter ausgeführt sehr gut!

Diplodus bermudensis
01
11.10.2006, 09:14

Das rad ist bei den kelten klar belegbar ... aber wohl weltweit ein recht logisches technisches bauteil .. das keineswegs unbedingt von älteren formen abstammen muss ...

Plaats van Samenkomst
00
11.10.2006, 07:23
Angesichts des Wetterflecks von Ötzi

ist obige Notiz nur als historische unvollständige Skizze einzustufen.

Rittmeister Kopetzký
00
10.10.2006, 19:00
Ist der aus dem Kettner Katalog?

Aus Segeltuch - Pfui!

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