Erste Bank: Kapitalmarkt wichtiger Motor für die Wirtschaft

23. November 2006, 19:51
posten

Mostböck: Aktuelle Kursabschläge nicht beunruhigend - Größten Privatisierung schon gemacht

Wien - Es sei wichtig, dass die neue Regierung erkenne, dass der Kapitalmarkt für den Motor einer Wirtschaft wichtig ist und "nicht dem Irrglauben verfällt, dass der Kapitalmarkt nur Übernahmen auslöst", so der Chefanalyst der Erste Bank, Friedrich Mostböck, am Montag in Reaktion auf den gestrigen Wahlsieg der SPÖ bei den Nationalratswahlen. Die aktuellen Kurseinbußen sieht der Experte gelassen: "Zur Zeit korrigieren wir halt, weil den Wahlausgang so in der Dimension niemand erwartet hat".

Auf den Sieg der Sozialdemokraten müsse die Börse kurzfristig so reagieren. "Aber dass das nachhaltig so bleibt, glaube ich nicht", so der Chefanalyst.

Es sollte weiter privatisiert werden, betonte Mostböck, "weil das die Unternehmen erfolgreich macht, in ihrer Entwicklung stärkt und somit auch Arbeitsplätze sichert".

Nun gelte es abzuwarten, wie das endgültige Wahlergebnis - nach dem Auszählen der Wahlkarten-Stimmen - aussehe. Neben der Option der Großen SP-VP-Koalition, könnte sich Rot-Grün dann eventuell doch noch ausgehen. Doch: "Die größten Privatisierungen sind eigentlich ohnehin schon gemacht und nicht mehr rückgängig zu machen", so Mostböck unter Hinweis auf Böhler-Uddeholm und voestalpine. (APA)

  • Der Chefanalyst der Erste Bank, Friedrich Mostböck.
    foto: standard/urban

    Der Chefanalyst der Erste Bank, Friedrich Mostböck.

Share if you care.