Neue bundesweite Ökostrom-Förderabwicklung OeMAG eingerichtet

24. November 2006, 20:04
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Die mit dem im Juni 2006 beschlossenen Ökostromgesetz neu organisierte bundesweite Ökostromabwicklung ist mit 1. Oktober in Kraft getreten

Wien - Die mit dem im Juni 2006 beschlossenen Ökostromgesetz neu organisierte bundesweite Ökostromabwicklung ist mit 1. Oktober in Kraft getreten. Nach einem Ausschreibungsverfahren hat die Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OeMAG) vom Wirtschaftsministerium die nötige Konzession erhalten, teilte die OeMAG am Montag mit.

Die OeMAG sei ab sofort als neue Ökostromabwicklungsstelle mit der Abwicklung des gesamten in Österreich geförderten Ökostroms beauftragt. Dies beinhalte die Abnahme des Ökostroms zu den durch das Ökostromgesetz bestimmten Preisen, die Berechnung der Ökostromquoten und die tägliche Zuweisung des Ökostroms auf Grund der Ökostromquoten an die Stromhändler.

Im neuen Ökostromförderregime werden in den vier Förderkategorien Windenergie, Biomasse, Biogas sowie Photovoltaik/Sonstige Ökoenergieträger noch im Jahr 2006 für neue Ökostromanlagen insgesamt 8,5 Mio. Euro an Fördermittel vergeben. Ab 2007 kommen weitere 17 Mio. Euro jährlich zusätzlich hinzu.

"First-Come-First-Serve"

Die Vergabe der Fördermittel erfolgt nach dem "First-Come-First-Serve" Prinzip, das heißt dass die Anträge nach ihrem Eintreffen bei der OeMAG gereiht und bearbeitet werden. Dem entsprechend groß sei daher der Andrang nach Geschäftsaufnahme gewesen, einen Platz im jeweiligen Förderkontingent zu bekommen. In der ersten Stunde nach Freischaltung der OeMAG-Homepage seien bereits 40 Förderanträge erfasst worden.

Die OeMAG wurde von einem Konsortium bestehend aus den drei für die bisherige Förderabwicklung zuständigen Netzgesellschaften Verbund Austrian Power Grid AG (24,4 Prozent), TIWAG-Netz AG (12,6 Prozent) und VKW-Netz AG (12,6 Prozent) sowie mit 2 Gesellschaftern aus dem Bankenbereich, der Investkredit AG und der österreichischen Kontrollbank AG (je 16,8 Prozent), und aus dem Industriebereich der smart technologies Management und Beratungsgesellschaft m.b.H. (16,8 Prozent) gegründet.

Die OeMAG wird von den beiden Vorständen Karl Schobel und Jürgen Wahl geführt. Zur Betreuung der Ökostrom-Erzeuger wurde neben dem Firmensitz in Wien für die beiden westlichen Regelzonen Vorarlberg und Tirol in Bregenz eine "Westabwicklungsstelle" eingerichtet. (APA)

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    foto: standard/fischer
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