OMV steigt in Neuseeland ordentlich aufs Gas

17. Oktober 2006, 08:32
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Förderung wird bis 2008 verdreifacht

Wien - Die OMV hat Anfang Oktober gemeinsam mit Partnern wie Shell und Todds mit der kommerziellen Gasförderung im neuseeländischen Gasfeld Pohokura begonnen. Österreichs Nummer 1 ist an Pohokura mit 26 Prozent beteiligt, 48 Prozent hält Betriebsführer Shell, 26 Prozent Konsortialpartner Todd Pohokura.

Mit der Inbetriebnahme der seinerzeit im Zuge des Preussag-Kaufs erworbenen Pohokura werde OMV ihre Produktionsmenge in Neuseeland auf rund 15.000 Barrel Öläquivalente pro Tag (boe/d) verdreifachen und damit zum drittgrößten Gasproduzenten in Neuseeland aufsteigen, führte der für Exploration und Produktion (E&P) zuständige OMV-Vorstand Helmut Langanger am Montag in einer Pressekonferenz aus.

Die gesamten Entwicklungskosten von Pohokura bezifferte Langanger mit rund 600 Mio. Dollar (474 Mio. Euro), davon 125 entfallen auf die OMV.

Derzeit verfügt OMV in Neuseeland über fünf Explorations- und drei Produktionslizenzen (Maui, Pohokura, Maari), wobei die OMV in Maui mit ihrer Beteiligung von zehn Prozent bereits 5000 Barrel Öl-Äquivalent pro Tag (boe/d) aus dem Boden herausholt. Mit Pohokura soll die Fördermenge bis Anfang 2007 auf 15.000 boe täglich steigen - das wären laut Langanger knapp 700 Mio. Kubikmeter Gas pro Jahr sowie 200.000 Tonnen an Kondensaten.

Zum Vergleich: In Österreich beträgt die Gas-Fördermenge der OMV 1,2 Milliarden m3, in Pakistan eine Milliarde, und die rumänische Petrom, an der OMV 51 Prozent hält, fördere sechs Mrd. m3 Gas pro Jahr, rechnete das OMV-Vorstandsmitglied vor.

Insgesamt wird für Pohokura eine Fördermenge von 40.000 boe/d erwartet, damit wäre rund 40 Prozent des gesamten Gasbedarfs von Neuseeland gedeckt. Die sicheren Reserven werden auf 21 Mrd. m3 Gas und fünf Mio. Tonnen Kondensate geschätzt.

In Fernost geht es aber nicht nur um Gas, sondern auch um Öl: Gemeinsam mit ihren Partnern Todd Maari, Horizon Oil International und Cue Taranaki bearbeitet OMV auch das Ölfeld Maari. 2008 soll die Produktion beginnen, die angepeilte Spitzen-Förderrate beträgt 35.000 Barrel pro Tag. Der Anteil der OMV beträgt mit 69 Prozent rund 1,2 Mio. Tonnen Fördermenge pro Jahr. Die Investitionskosten für Maari betragen 200 Mio. Euro. (ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3.10.2006)

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