Schinkels sitzt wieder fest im Sattel

2. Oktober 2006, 12:18
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Wiener schafften mit 3:1 gegen GAK Anschluss ans Mittelfeld

Graz/Wien - Nur drei Tage nach dem Einzug in die UEFA-Cup-Gruppenphase ist Double-Gewinner Austria Wien der nächste Schritt aus der sportlichen Krise gelungen. Dem 1:0 über Legia Warschau im Happel-Stadion am Donnerstag ließ der Titelverteidiger in der heimischen Meisterschaft einen verdienten 3:1-Erfolg gegen den GAK folgen. Die Austria-Profis schafften mit dem ersten Auswärtssieg der laufenden Saison nicht nur den Anschluss ans Bundesliga-Mittelfeld, sondern festigten auch die Position ihres zuletzt heftig wackelnden Trainers Frenkie Schinkels.

"Es war ein verdienter Sieg, aber nicht mehr", meinte Schinkels und wusste: "Wir haben den Anschluss nicht verloren. Aber die Tabelle lügt nicht, wir stehen noch immer dort, wo wir nicht stehen wollen." Die Knie-Verletzung von Markus Kiesenebner, der auch für die Nationalmannschaft ausfällt, kommentierte der ehemalige Team-Kicker so: "Das passt hinein bei uns. Es tut mir wirklich sehr Leid für ihn, weil er endlich wieder auf dem Weg zurück war." Schinkels war vor allem mit der Moral seiner Truppe zufrieden: "Der Hill hat schon Krämpfe gehabt. Wir haben das Glück erzwungen."

Austria-Stürmer Roman Wallner, der nach dem Siegestor gegen Legia auch in Graz traf, zeigte die richtige Reaktion auf seine Rolle als Ersatzspieler. "Der Trainer hat alles richtig gemacht. Für mich spielt es keine Rolle, ob er mich ab der ersten Minute oder in der zweiten Hälfte bringt. Wenn ich reinkomme, will ich Leistung bringen." Der Ex-Rapidler wird mittlerweile auch von den meisten violetten Fans anerkannt: "Mit Leistung und Toren kann man die Fans auf seine Seite bringen. Aber man kann sich nicht mit jedem gut verstehen, das ist wie immer im Leben."

Der dänische GAK-Trainer Lars Söndergaard wirkte nach der vierten Saisonniederlage leicht angeschlagen: "Wir sind verunsichert, vor allem in der Abwehr. Außerdem sind wir nicht entschlossen genug aufgetreten, waren nicht torgefährlich. Jetzt müssen wir wieder bei Null anfangen." Der ehemalige Austria-Coach haderte mit den Eigenfehlern seines Teams, das nun an siebenter Stelle rangiert: "Bei Standards haben wir geschlafen. Mit dem 0:1 wurde die Austria stärker und wir noch unsicherer. Die Austria war sehr effizient, aber auch nicht berühmt."(APA)

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    Jubel in Violett.

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