Brain Force: HVB senkt Gewinnschätzung

19. Oktober 2006, 12:24
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Wien - Die Analysten der HypoVereinsbank (HVB) erwarten für die Aktien der Wiener Software-Schmiede Brain Force im Jahr 2006 einen niedrigeren Gewinn je Anteilsschein. Die Gewinnprognose wurde für das laufenden Geschäftsjahr von 0,34 auf 0,25 Euro je Titel nach unten korrigiert.

Die Schätzungen für 2007 beließen die Experten unverändert. Das Kursziel von 4,60 Euro und die Kaufempfehlung "Buy" wurden ebenfalls bestätigt. Den Hintergrund der Expertenentscheidung bildet die zuletzt bekannt gewordene Insolvenz von BenQ-Mobile. Brain Force hatte vergangen Freitag erklärt, von der Pleite der BenQ-Handysparte negativ betroffen zu sein.

Prognose von SES Research

Auch die Wertpapierexperten der deutschen SES Research prognostizieren für die Titel des heimischen Software-Herstellers auch im Jahr 2006 einen niedrigeren Gewinn von 0,26 Euro je Aktie. Brain Force hatte zuvor erklärt, auf Grund der Insolvenz der BenQ Mobile eine Forderungsberichtigung von bis zu 1,4 Millionen Euro zu erwarten.

Die Gewinnschätzungen für die Folgejahre 2007 und 2008 wurden unverändert bei 0,29 Euro, beziehungsweise 0,35 Euro je Anteilsschein belassen. Die Aktien werden weiterhin mit der Anlageempfehlung "Buy" zum Kauf empfohlen. Das Kursziel wird derzeit mit 4,80 Euro angegeben. Die Experten gehen jedoch davon aus, dass sich das Kursziel durch die Forderungsberichtigung leicht reduzieren wird.

An der Wiener Börse notierten Brain Force am Montag gegen 13:35 Uhr mit einem Aufschlag von 1,03 Prozent auf 2,95 Euro. (APA)

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