Small Caps für eine Extrachance

12. Oktober 2006, 16:59
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Deutliche Bewertungsunterschiede zwischen den einzelnen Titeln - Europäischer Aktienmarkt attraktiv

Wien - Für Small Caps, also Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von weniger als drei Milliarden Euro, würden andere Investmentkriterien gelten als für große Unternehmen, erklärt Norbert Welp, Leiter des Bank- und Privatkundengeschäfts von Pioneer Investments. Generell würden sie sich durch ein höheres Rendite- und Risikopotenzial unterscheiden. Aber auch in puncto Unternehmensstruktur und Geschäftsmodelle lohne ein Vergleich der "Kleinen" mit den Börsenschwergewichten. Sie agieren "oft als Marktführer auf Nischenmärkten und verzeichnen so häufig deutlich höhere Wachstumsraten", sagt Welp.

Wenig beachtete Stars

Ihre Sonderrolle lasse sich direkt auf die Finanzmärkte übertragen. Hier machen Small Caps den größten Teil des Investmentuniversums aus. Dabei ziehen sie oft deutlich weniger Aufmerksamkeit, insbesondere der Analysten, auf sich als größere Unternehmen. Der Markt für Small Caps sei daher weniger effizient. Die Folge seien deutliche Bewertungsunterschiede zwischen den einzelnen Titeln. Für ein intelligentes Fondsmanagement bedeute dies, dass die Chancen steigen, besonders renditeträchtige Titel zu entdecken.

"Small Caps sind ein lohnendes Investment", fasst Welp zusammen und verweist auf die "satte Rendite" des Pioneer-Fonds "European Small Companies". Seit seiner Auflage Ende 2001 hat der Fonds jährlich 19,3 Prozent erzielt. Besonders interessant seien Small Caps als Beimischung im Portfolio. Aufgrund ihrer spezifischen Investmenteigenschaften würden ihre Kurse nicht im Gleichschritt mit den großen europäischen Unternehmen laufen. Small Caps würzen auf diese Weise das Portfolio mit einem "Extra-schuss Rendite" und tragen zu seiner Diversifizierung des Anlagerisikos bei. (bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2.10.2006)

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