Autor Andras Sütö gestorben

6. Oktober 2006, 14:26
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Politische Symbolfigur thematisierte Schicksal der in Rumänien lebenden ungarischen Minderheit -

Budapest - Der aus Rumänien stammende ungarische Schriftsteller Andras Sütö ist am Samstagabend in Budapest nach langer Krankheit im Alter von 79 Jahren gestorben. Für seine Dramen, Romane und Essays, die zum großen Teil das Schicksal der in Rumänien lebenden ungarischen Minderheit thematisiert, erhielt er in Ungarn viele Auszeichnungen, darunter den Kossuth-Preis und den Verdienstorden der Republik. Zur politischen Symbolfigur wurde er 1990, als er bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Ungarn und Rumänen im siebenbürgischen Tirgu Mures (Marosvasarhely) schwer verletzt wurde und ein Auge verlor. Die in Hamburg ansässige Alfred Toepfer Stiftung FVS verlieh Sütö 1979 den Herder-Preisträger.

In deutscher Sprache erschienen von ihm unter anderem die Theaterstücke "Traumkommando (1988) und "Stern auf dem Scheiterhaufen" (München, 1979) sowie der Roman "Mutter verspricht guten Schlaf" (1980). (APA)

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    Andras Sütö

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