Schumi als Nachwuchschef im Gespräch

11. Oktober 2006, 14:26
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Champion soll junge Piloten für Ferrari aufbauen - Zukunft als Teamchef oder DTM-Pilot laut Manager Weber "ausgeschlossen"

Schanghai - Michael Schumacher wird nach seinem Karriereende möglicherweise die Ausbildung von Fahrer-Talenten bei Ferrari übernehmen. "Vorstellbar ist, dass Ferrari ein Nachwuchsprogramm gründet und Michael es leitet", sagte Manager Willi Weber in einem Interview mit der "Bild am Sonntag".

Wirklich ausgegoren sei aber noch nichts. Eine Entscheidung über das spätere Betätigungsfeld des deutschen Rekord-Weltmeisters bei Ferrari, für das der mit 37 Jahren nach dieser Saison in Rennrente gehende Schumacher bisher fünfmal den WM-Fahrertitel geholt hat, soll aber erst am Jahresende fallen.

Kein Teamchef, keine DTM

Eine Zukunft Schumachers als Teamchef in der Formel 1 oder ein Engagement im Deutschen Tourenwagen-Master (DTM) schloss Weber aus. "Teamchef niemals. DTM-Pilot ist Unsinn", sagte Weber. Auch Spekulationen, dass der siebenmalige Weltmeister als fester Testfahrer für die Scuderia arbeiten könnte, erteilte Schumachers Manager eine kategorische Absage. "Natürlich wird sich Michael bestimmt auch mal wieder ins Auto setzten um Ferrari wertvolle Infos zu geben." Fester Testfahrer werde er aber nicht.

Schumacher, der nach 16 Jahren in der "Königsklasse des Motorsports" am 22. Oktober in Sao Paolo sein 250. und letztes Formel-1-Rennen bestreiten wird, sei indes mit seinem Ruf, Image und Niveau "der richtige Marken-Botschafter für Ferrari". Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn hatte unterdessen am Rande des Großen Preis von China eine Anstellung Schumachers im Technischen Bereich bei der Scuderia nicht ausgeschlossen.

Langer Urlaub geplant

Laut Weber wird Schumacher, der sich seit Bekanntgabe seines Rücktritts zum Saisonende vor zwei Wochen nicht zu seiner Zukunftsplanung äußern, sondern ausschließlich auf dem Kampf um seinen achten WM-Titel kämpfen will, nach dieser Saison erst einmal "lange Urlaub" machen. Danach sei ein Termin mit Ferrari anberaumt. "Dann werden wir sehen, wie es weitergeht", meinte Weber, der seinen Schützling aber weiter als Manager betreuen will.

"Wir haben die feste Absicht, zu bleiben. Michael und ich sind auch in Zukunft eine Symbiose", stellte Weber klar. Ebenso betonte er, dass mit einem Rücktritt vom Rücktritt bei Schumacher nicht zu rechnen sei. "Ganz klar nein. Michael hat sich dazu entschlossen aufzuhören, ist mit dieser Entscheidung rundum glücklich." (APA/dpa)

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    Michael Schumacher wird auch in Zukunft mit Jean Todt kuscheln können.

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