Kosovo-Albaner: Verfassung ist eine "Drohung"

5. Oktober 2006, 15:35
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Vizepremier Haziri: Hindernis für Schaffung friedlicher Beziehungen zwischen Belgrad und Pristina

Belgrad/Pristina - Vertreter der Kosovo-Albaner haben am Sonntag negativ auf den Beschluss der neuen serbischen Verfassung reagiert, in der die UNO-verwaltete Provinz Kosovo als Bestandteil Serbiens bezeichnet wird. Kosovo-Politiker hätten dies als "Provokation" bezeichnet, berichteten Medien am Sonntag in Pristina. Der Beschluss des serbischen Parlaments stelle eine "Drohung" dar, die bei der Normalisierung der Beziehungen zwischen dem "unabhängigen Kosovo und Serbien" in Zukunft Probleme schaffen werde, erklärte der stellvertretende Regierungschef Lutfi Haziri.

"Die serbischen Politiker wollten das Gesicht vor der heimischen Öffentlichkeit wahren", stellte der Klubchef der Demokratischen Partei, Hajredin Kuqi, fest, der in der Verfassung ebenfalls ein "großes Hindernis" für die Schaffung friedlicher Beziehungen zwischen dem Kosovo und Serbien sieht. "Dies festigt nur die Überzeugung, dass auch Pristina juristische und sonstige Schritte unternehmen muss, um die Unabhängigkeit des Kosovo zu verkünden", wurde Kuqi von Belgrader Medien zitiert. (APA)

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