SPD will offensiver gegen Rechte in Mecklenburg-Vorpommern vorgehen

5. Oktober 2006, 18:56
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Hubertus Heil: Örtliche Initiativen gegen Neonazis stärken - "Wie schwierig die soziale Situation auch sein mag, ist dies noch keine Rechtfertigung, Nazis zu wählen"

Berlin - Nach dem Wahlerfolg der NPD in Mecklenburg-Vorpommern will die SPD dort offensiver gegen die Rechtsextremisten vorgehen. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil kündigte in einem Interview der Zeitschrift "Super Illu" an, mit den sozialdemokratischen Kreisvorsitzenden aus jenen Regionen, in denen die NPD besonders stark ist, in Berlin über eine gezielte Unterstützung im Kampf gegen die Nazis zu beraten.

Die Gegenden, in denen die Nazis sich festzusetzen versuchen, dürften mit dem Problem nicht allein gelassen werden. "Das heißt: Wir müssen dort örtliche Initiativen gegen Neonazis stärken. Und wir müssen dort als Partei Präsenz organisieren, um den Menschen ein demokratisches Gegengewicht zur NPD zu bieten", betonte Heil.

Er betonte zugleich, dass es moralisch kein Recht gebe, eine Partei wie die NPD zu wählen. "Wie schwierig die soziale Situation auch sein mag, ist dies noch keine Rechtfertigung, Nazis zu wählen", sagt Heil. (APA/AP)

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