Sickl: "Armutsbekämpfung bei Entwicklungsarbeit vorrangig"

28. Juni 2000, 16:05

Österreich bekennt sich zum internationalen Entwicklungsziel

Wien - "Armutsbekämpfung ist das oberste Ziel der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit" - Das erklärte Sozialministerin Elisabeth Sickl (FPÖ) am Mittwoch im Rahmen des Sozialgipfels der Vereinten Nationen in Genf. "Österreich bekennt sich zum internationalen Entwicklungsziel, die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen in Entwicklungsländern bis zum Jahr 2015 um die Hälfte zu verringern", sagte Sickl.

"Gerade in der jetzigen Situation ist es wichtig, dass Österreich auf internationaler Ebene präsent ist und sich wie auf EU-Ebene für die soziale Entwicklung als gleichberechtigter Säule neben anderen substanziellen Politikbereichen einsetzt", erklärte die Ministerin bei der Sondergeneralversammlung, die eine Folgekonferenz des Weltsozialgipfels in Kopenhagen darstellt, weiter.

Hilfsbereitschaft

In ihrer Rede wies Sickl einerseits auf die erhaltenswerten Sozialstrukturen Österreichs hin, andererseits kündigte sie ein verstärktes Engagement Österreichs gemeinsam mit der EU bei der Bewältigung der anstehenden globalen Sozialprobleme an. Die Ministerin hob auch die große Hilfsbereitschaft der österreichischen Bevölkerung hervor, die zum Beispiel im Rahmen der Aktion "Nachbar in Not" 120 Millionen US-Dollar gespendet habe.

Weiters habe Österreich mit seinen acht Millionen EinwohnerInnen in den vergangenen 45 Jahren mehr als zwei Millionen Flüchtlinge vorübergehend beherbergt und 650.000 Personen auf Dauer aufgenommen. Sickl unterstrich besonders die Bemühungen der ÖVP-FPÖ-Regierung im Zusammenhang mit Familien, Frauen, Jugendlichen und Behinderten. Sie verwies auch auf die aktuelle Pensionsreform. Diese der langfristigen Sicherung des Pensionssystems, damit auch die jungen Menschen Vertrauen in dessen Stabilität haben können. (APA)

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