Zilk: "Wahlkampf auf Niveau dummer, dreister Kinder"

1. Oktober 2006, 17:07
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Wiens Altbürgermeister übt heftige Kritik am Wahlkampf: "Zwischen Lächerlichkeit und Würdelosigkeit"

Wien - Im Interview in der am morgigen Sonntag erscheinenden Ausgabe der Tageszeitung "Österreich" hat Wiens Altbürgermeister Helmuth Zilk (S) den Wahlkampf mit harten Worten kritisiert. Er sei "in Niederungen, wie es in der 2. Republik noch nicht vorgekommen ist", verlaufen, sagte Zilk laut einer Vorausmeldung.

"Niveau dummer, dreister Kinder"

"Das war Wahlkampf auf dem Niveau dummer, dreister Kinder. Vieles hat sich zwischen Lächerlichkeit und Würdelosigkeit bewegt." Dabei nahm Zilk auch die eigene Partei nicht aus: "Wir waren auch keine Musterknaben. Unser Wahlkampf hätte besser sein können. Gescheiter, menschlicher und einsichtiger."

Elefanten

Auch von der Elefantenrunde ist Zilk wenig angetan: "Was mich bedrückt, lässt sich nicht durch fünf Elefanten kompensieren, die ihre Thesen herunterleiern. Die Spitzenkandidaten von SPÖ und ÖVP wurden staatsmännisch und sachlich eingestellt. Wenn sie davon ein Quäntchen mehr in den Wahlkampf hineingetan hätten, hätte er mehr Niveau gehabt." (APA)

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    Dem Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk hat der Wahlkampf nicht gefallen.

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