Zum freien Willen des Menschen

6. Oktober 2006, 14:22
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Habermas und Singer diskutierten auf Abschlussdiskussion des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Philosophie

Marburg - Der Philosoph Jürgen Habermas und der Hirnforscher Wolf Singer haben am Freitagabend im hessischen Marburg die Frage diskutiert, ob der Naturalismus die Gesellschaft zum Umdenken bei Strafrecht und Erziehung zwingt. Habermas' ungebrochenem Glauben an die Vernunft des Menschen stand bei dem öffentlichen Podiumsgespräch Singers forschend gewonnene Überzeugung gegenüber, dass der freie Willen eine Fiktion ist, die biologisch gar nicht existieren könne.

Deutsche Gesellschaft für Philosophie

Die Diskussion markierte den Abschluss des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Philosophie, zu dem rund 150 Wissenschaftler und Studenten gekommen waren. Der Kongress stand unter dem Titel "Naturalismus und Menschenbild. Zur Rolle der Philosophie gegenüber den Naturwissenschaften". Weitere Redner bei der Abschlussdiskussion waren der Hamburger Rechtsphilosoph und Strafrechtler Reinhard Merkel und der Philosoph Carl Friedrich Gethmann. (APA/dpa)

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