Telefonica nicht an Übernahme der Deutschen Telekom interessiert

19. Oktober 2006, 13:21
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Firmenchef: "Im Moment haben wir genug Kunden" - Kritische Größe in Europa mit O2-Kauf erreicht

Düsseldorf - Der spanische Telefonica-Konzern ist nach Angaben seines Vorstandsvorsitzenden César Alierta nicht an einer Übernahme der Deutschen Telekom interessiert. Zu entsprechenden Gerüchten sagte Alierta der "Wirtschaftswoche" laut Vorausbericht von Samstag: "Ich will die Deutsche Telekom nicht kaufen." Zwar seien Geschäftsstrategie, Firmenphilosophie und die Vorstellungen über die weitere Entwicklung der Branche identisch. "Doch im Moment haben wir genug Kunden", betonte der Unternehmenschef.

Außerdem gebe es noch Überlappungen in Deutschland, Großbritannien, Spanien und Tschechien. So gut würde das nicht passen. Derzeit seien auch deshalb keine weiteren Übernahmen geplant, da Telefonica durch den Kauf von O2 die richtige Masse erreicht habe. "Wir brauchen eine kritische Größe. Das ist sehr wichtig sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite", wird Alierta zitiert. Die kritische Größe, um Druck ausüben zu können, sei mit dem Kauf von O2 in Europa jetzt erreicht.

Breitband

Auch in Deutschland sieht sich Telefonica dem Bericht zufolge weiter auf Wachstumskurs. Es gebe hier beim Breitband und auch beim Mobilfunk noch viel Potenzial. "Wir haben im Jahr 2000 mit unserer Marke Quam keine guten Erfahrungen gemacht. Das hat sich geändert", erklärte Alierta. (APA/AP)

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