Martin bei Abschlussauftritt in Leoben optimistisch

1. Oktober 2006, 17:05
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Listenchef beschloss letzten Wahlkampftag im Heimatort seines steirischen Spitzenmannes Kutschi

Leoben (Graz) - In der Heimatstadt seines steirischen Spitzenkandidaten Patrik Kutschi, im obersteirischen Leoben, beging EU-Abgeordneter Hans-Peter Martin am Samstagnachmittag die Abschlusskundgebung seiner Liste Martin. Bei einer Pressekonferenz resummierte Martin noch einmal seine Anliegen - er und seine Mitstreiter gaben sich sehr optimistisch: "Wir haben bei allen unseren Auftritten Rückenwind gespürt"so Martin, bevor er sich auf den Leobener Hauptplatz begab, um noch Broschüren unter die Leute zu bringen und in Straßencafes bei herrlichem Herbstwetter Hände zu schütteln.

Zufriedenheit

Martin zeigte sich mit dem Wahlkampf - zusammen mit einigen Listenmitgliedern aus anderen Bundesländern sehr zufrieden. "Auch in z.B. ÖVP-Kerngebieten sei es sehr gut gelaufen, die Menschen hätten oft von sich aus die wahlkämpfende Truppe angesprochen. "Ich habe das Gefühl, es ist eine Bürgerbewegung entstanden", sagte Martin. Auch der Slogan der Liste - "Den Mächtigen auf die Finger klopfen" - sei im Gespräch mit den Menschen auf der Straße entstanden.

"Angewidert"

"Angewidert" zeigte sich Martin vom letzten Auftritt des FPÖ-Spitzenmannes Heinz-Christian Strache: "Da geniert man sich. Bei allem Verständnis für Protest: Das hat nur noch mit Hass und Menschenverachtung zu tun, so wählt man nicht mehr Demokratie und mehr Kontrolle der Mächtigen".

Chef Martin

Der Leobener Patrik Kutschi - auch Nummer zwei der Bundesliste - hofft auf ein gutes Ergebnis in seiner Heimatstadt und auch in Graz. Seit Ende August stehe er im Wahlkampfeinsatz, der ihn mehrfach in - beinahe - alle steirischen Bezirke geführt habe, wenngleich er auch seine Listenkollegen in anderen Bundesländern unterstützt habe. Auch er spüre wie sein "Chef Martin", dass die Leute den Wunsch nach einer Änderung hätten.

Auf dem Leobener Hauptplatz wurde dann auf einem Amboss eine Kette zerschlagen und von allen Kandidaten und Helfern die "Welle" vollführt", bevor es ans Diskutieren, Händeschütteln und Infomaterial verteilen ging. Einige Passanten bleiben von selbst stehen, sprechen Martin an - ein Familienvater fragt: "Das ist doch der, der gegen die Korruption ist?" - die Wahl-Helfer verteilen derweil eifrig weiter Unterlagen. Exekutivbeamter Kutschi traf dabei auf Kollegen - zwei Streifenpolizisten blieben stehen und fachsimpelten mit Martins Nummer zwei. (APA)

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