Bangladesh: Mindestens 50 Verletzte bei Demonstration

2. Oktober 2006, 15:35
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Kundgebung für Mindestlohn in Dhaka - Geschäfte demoliert

Dhaka - Bei Protesten für einen Mindestlohn in der Textilproduktion sind am Samstag in Bangladesch Dutzende Menschen verletzt worden. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Gummigeschosse und Tränengas ein, um die Kundgebung in der Hauptstadt Dhaka aufzulösen, nachdem Dutzende Demonstranten Geschäfte demoliert und mit Steinen geworfen hatten. Unter den Verletzten waren nach Behördenangaben auch zehn Sicherheitskräfte.

Die Arbeiter verlangen einen monatlichen Mindestlohn von umgerechnet 34 Euro. Bisher erhalten sie rund 10 Euro pro Monat. In Bangladesch arbeiten etwa 1,8 Millionen Menschen - meist Frauen - in tausenden Textilfabriken. Der Textilexport, vor allem in die USA und nach Europa, bringt Bangladesch jährlich etwa 5,5 Milliarden Euro ein. (APA/AP)

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