Freitag: Vielsagende Vorzeichen

5. Oktober 2006, 13:51
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Alexander Wurz, Tester und designierter Stamm­pilot von Williams, war zweimal Schnellster im Freien Training für den Grand Prix von China

Schanghai - "Es wäre noch schneller gegangen. Das Auto ist wirklich gut, so macht es wirklich Spaß." Alexander Wurz dominierte am Freitag trotz mehrmaligen Einbremsens durch gelbe Flaggen wegen Nieselregens beide Trainingssessions. Die pflegen von den Testfahrern dominiert zu werden, weil man ihnen weniger Sprit einschenkt. Wurz ist seit geraumer Zeit schon auf die nächste Saison fokussiert, in der er mit dem Williams, der dann von Toyota- statt wie bisher von Cosworth-Motoren angetrieben wird, in der WM mitspielt, während Christian Klien noch sein Cockpit sucht.

Das künftige Spyker-Team (gegenwärtig Midland) hat am Freitag wie erwartet den Niederländer Christijan Albers zum Stammpiloten für 2007 erklärt. Auf den zweiten Platz spitzen neben Klien und anderen auch die Deutschen Adrian Sutil und Markus Winkelhock. "Wir haben viele Möglichkeiten", sagt Teamchef Colin Kolles, der sich aber weiterhin nicht in die Karten blicken lässt.

Um 98 Tausendstel einer Sekunde umrundete Michael Schumacher mit seinem Ferrari den 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit schneller als sein Rivale Fernando Alonso im Renault. Zwei Punkte trennen den siebenfachen Weltmeister aus Deutschland von dem in der Gesamtwertung führenden spanischen Titelverteidiger. Nach China folgen noch die Rennen in Japan und Brasilien, und Schumacher will ja als achtfacher Champion in Pension gehen.

Für Ferrari gab's jedoch einen Rückschlag. Im Auto Felipe Massas musste der Motor getauscht werden. Der Brasilianer wird also in der Startaufstellung, die am Samstag im Qualifying ermittelt wird, um zehn Plätze zurück versetzt werden. "Die Rückstufung wird das Rennen für mich deutlich schwieriger machen", meinte Massa, das gröbere Problem für seinen Rennstall wird aber sein, dass er vermutlich weniger Gelegenheit hat, Schumacher im Duell mit Alonso zu unterstützen und dem Spanier wie schon mehrmals in den zurückliegenden Rennen Punkte wegzunehmen.

Teamchef Jean Todt sprach prompt von einem "schlechten Start ins Wochenende". Die Vorzeichen sind jedenfalls in jede Richtung zu deuten. In den bisherigen zwei China-Rennen fiel Schumacher einmal aus und einmal wurde er Zwölfter. Dafür gehört ihm der Rundenrekord. Im Vorjahr gewann Alonso. Bei der Premiere 2004 siegte Rubens Barrichello im Ferrari. Kreiert wurde der Kurs von Schumachers Landsmann, dem Streckenarchitekten Hermann Tilke. Schumacher ist cool. Alonso auch. (APA, sid, bez, DER STANDARD Printausgabe, 30. September 2006))

  • Wurz mit Fan.
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