9. Oktober 2006, 11:25
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Der Chefredakteur der Kreml-kritischen russischen Wirtschaftszeitung "Kommersant" ist am Freitag von seinem Amt zurückgetreten. Das Blatt war kürzlich an den Stahlmagnaten Alischer Usmanow verkauft worden, der Verbindungen zum staatlichen Gasmonopolisten Gazprom hat. Usmanow habe den Rücktritt von Wladislaw Borodulin angenommen, sagte der kommerzielle Direktor des Verlagshauses Kommersant.

Die Entscheidung sei nicht erzwungen worden, doch hätten Usmanow und Borodulin unterschiedliche Ansichten über die Entwicklung des Verlags gehabt, sagte Direktor Pawel Filinkow weiter. Der langjährige frühere Chefredakteur Wladimir Wassiljew habe die Aufgabe nun wieder übertragen bekommen, berichtete die Nachrichtenagentur ITAR-Tass. Die renommierte Zeitung hat eine tägliche Auflage von rund 115.000 Exemplaren. (APA/AP)

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