Luftballons und Limousinenaufgebot

6. Oktober 2006, 10:36
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"Diesel"-Chef Renzo Rosso eröffnete seinen Flagshipstore - Franka Potente schenkte rosa Ballons die Freiheit

Kurzstrecken-Shuttle Mode hat mit Vernunft nix zu tun. Deshalb ist es müßig zu sinnieren, ob es - äh - seltsam ist, vom Kohlmarkt per Limousinen ins Palais Ferstel zu fahren. (Für Nicht-Wiener: zwei Häuserblocks weit). Egal: "Diesel"-Chef Renzo Rosso ließ Donnerstagabend eine Hand voll erlauchtester Gäste - u. a. Edel-Boutiquarin Myung-Il Song, Starfotografin Elfie Semotan, Gregor Pirouzi ("Agent Provocateur") und Rondo-Modechef Stephan Hilpold - von der Eröffnung seines Flagshipstores am Kohlmarkt zum Privat-Dinner ins Ferstel chauffieren. Normalo-Promis gingen - und durften bei der Party ab und zu Blicke aus dem VIP- in den VIP-VIP-Bereich werfen.

5000 rosa Luftballons Dass man im Wahlkampf mitunter den Himmel vor lauter Luftballonen kaum sah, ist Geschichte. Auch, dass es der primären Luftballonzielgruppe (Kleinkindern nämlich) völlig egal war, welche Farbe ihre Ballons hatten - Hauptsache sie flogen nicht weg. Wie man da mit einer Ballon-Botschaft noch auffallen kann? Ganz einfach: Man lässt die Dinger fliegen. Also schenkte die Schauspielerin Franka Potente Freitagvormittag am Balkon des Haas-Hauses 5000 Ballons die "Freiheit". Potente tat dies, um auf den "Internationalen Brustkrebstag" (1. Oktober) hinzuweisen. Und um die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen zu betonen: Die Heilungschancen sind umso höher, je früher das Mammakarzinom entdeckt wird. (DER STANDARD-Printausgabe, 30.09./1.10.2006)

  • Wer sich Limousinen leisten kann, soll sie auch benutzen: Renzo Rosso (mit Model Dji Dieng) auf dem Weg zum Abendessen.
    foto: conny de beauclair

    Wer sich Limousinen leisten kann, soll sie auch benutzen: Renzo Rosso (mit Model Dji Dieng) auf dem Weg zum Abendessen.

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