Brand in Lagerhalle bei St. Marx

1. Oktober 2006, 21:52
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Der starke Rauch war über ganz Wien zu sehen - Staus auf der Südosttangente

Der Brand in einer leer stehenden, 400 Quadratmeter großen Lagerhalle beim Schlachthof St. Marx konnte Freitag gegen 20.00 Uhr gelöscht werden. Laut Feuerwehr gab es keine gesundheitliche Gefährdung. Das dort gelagerte Dämmmaterial hat nach ersten Angaben durch Abbrucharbeiten Feuer gefangen. Starke Rauch- und Geruchsentwicklung in Teilen Wien waren die Folge.

Laut Polizei stand das Abbruchgebäude in der Henneberggasse in "Vollbrand". Bei der Feuerwehr konnte man das allerdings nicht bestätigen. "Das hätte mir der Einsatzleiter mitgeteilt", sagte Reinhard Zbelik von der Wiener Feuerwehr zur APA. Gegen 19.00 Uhr hatten die Feuerwehr die Flammen "im Griff".

Brandgeruch

Neben der starken Rauchentwicklung, die über ganz Wien sichtbar war, machte sich - auch in den inneren Bezirken - starker Brandgeruch bemerkbar. Dieser Geruch könne sich durchaus auf die ganze Stadt ausbreiten, berichtete Zbelik. Um die Möglichkeit einer Gesundheitsgefahr zu überprüfen wurde in den Abendstunden ein Luftmessfahrzeug zum Einsatzort geschickt. Den Anrainern wurde geraten, die Fenster vorerst geschlossen zu halten. Jeder Rauch enthalte bis zu einem gewissen Grad "giftige" Stoffe, erklärte Zbelik.

Die in Brand geratenen Schaumstoffplatten werden auch in gewöhnlichen Kühlschränken als Dämmmaterial eingesetzt. Über die Ursache des Feuers gab es am Abend noch keine Informationen.

Einsatztruppe

Die Einsatzkräfte wurden kurz nach 17.00 Uhr informiert. Ein Löschtrupp mit etwa 30 Mann war im Einsatz. Laut Zbelik soll der Brand noch am Abend gelöscht sein. Verletzte gab es - da es sich um ein leer stehendes Gebäude handelte - nicht.

Für Aufregung sorgte die brennende Lagerhalle auch im Abendverkehr. Auf der nahe gelegenen Südosttangente (A23) gebe es durch den Rauch zusätzliche Verzögerungen, berichtete Thomas Haider vom ARBÖ. Zahlreiche Lenker waren neugierig und fuhren deshalb besonders langsam, berichtete er. Bei einer Geschwindigkeit von etwa zehn bis 15 Kilometer pro Stunde gab es von der Gürtelausfahrt bis zum Laaerbergtunnel bis um etwa 19.00 Uhr in beide Richtungen sehr zähen Verkehr. (APA)

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