Ein bestimmtes Gen kann Hepatitis-C-Viren blockieren

2. Oktober 2006, 10:30
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Weitere Forschungen rund um die Proteinkinase R

Berlin - Ein einziges Gen kann offenbar die Bildung des Hepatitis-C-Virus blockieren. Diese Entdeckung eines internationalen Forscherteams könnte die Behandlungsmöglichkeiten von Hepatitis-C verbessern. An der Krankheit leiden weltweit Millionen Menschen. Die Wissenschafter, darunter Forscher der australischen Monash Universität, züchteten das Virus in Mauszellen. Dabei entdeckten sie, dass ein bestimmtes Gen die Vermehrung des Erregers aufhalten kann.

Bei einem infizierten Menschen produziert das Immunsystem das Protein Interferon, um die Infektion zu bekämpfen. Interferon regt seinerseits das Gen für die Proteinkinase R an, um die Verbreitung des Virus im Körper zu stoppen. Die Forschungsresultate sollen nach Angaben der Experten klären helfen, wie und warum die Proteinkinase R die Bildung des Virus blockieren kann.

Die Wissenschaftler erhoffen sich auch verbesserte Erkenntnisse darüber, warum einige Hepatitis-C-Patienten besser auf ihre Behandlung reagieren als andere. Die einzige momentan verfügbare Behandlungsmethode für die Betroffenen ist eine Interferon-Therapie, die darauf abzielt, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Es gibt jedoch sechs verschiedene Typen des Virus, die alle unterschiedlich auf die Behandlung ansprechen. Die Wissenschafter wollen nun untersuchen, warum einige dieser Typen empfänglicher für die Interferon-Therapie sind als andere. (APA/AP)

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