Reger Wohnungsbau stützt Baukonjunktur

12. Oktober 2006, 13:15
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Im ersten Halbjahr 2006 stieg der Produktionswert im Wohnungs- und Siedlungsbau österreichweit um 28 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro

Wien - Der rege Wohnungs- und Siedlungsbau hat die heimische Baukonjunktur im ersten Halbjahr 2006 kräftig unterstützt. Die heimischen Hoch- und Tiefbauunternehmen konnten ihren Bauproduktionswert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,8 Prozent auf 5,2 Mrd. Euro steigern. Sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau war die Entwicklung positiv, teilte die Statistik Austria am Freitag mit. Die Daten des Baunebengewerbes sind nicht berücksichtigt.

 

Der Anstieg im Hochbau (plus 12,5 Prozent) resultiert aus der extrem positiven Entwicklung der wertmäßig größten Sparte Wohnungs- und Siedlungsbau. Der Produktionswert erhöhte sich dort in den ersten sechs Monaten um 28 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. Unterstützend wirkten sich auch die Zuwächse in den Bereichen Adaptierungsarbeiten im Hochbau (plus 9,2 Prozent) und Sonstiger Hochbau (plus 7,2 Prozent) aus. Mit einem Minus von 12,2 Prozent auf 300 Mio. Euro rückläufig entwickelte sich hingegen der Industrie- und Ingenieurbau.

Tunnelbau plus 37,3 Prozent

Für das Plus von 9,7 Prozent im Tiefbau zeichneten hauptsächlich die Bausparten Tunnelbau (plus 37,3 Prozent), Brücken- und Hochstraßenbau (plus 27,0 Prozent) sowie Eisenbahnoberbau (plus 25,0 Prozent) verantwortlich. Förderlich war auch die positive Entwicklung im Wasserbau (plus 16,1 Prozent), im Spezialbau, im sonstigen Tiefbau (plus 11,1 Prozent) sowie im Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau (plus 0,8 Prozent). Negativ bilanzierte lediglich die Teilsparte Straßenbau (minus 2,4 Prozent).

Regional betrachtet wiesen Vorarlberg (plus 31,9 Prozent), Salzburg (plus 31,8 Prozent), Tirol (plus 27,5 Prozent), Niederösterreich (plus 22,2 Prozent), Kärnten (plus 20,5 Prozent) und die Steiermark (plus 16,3 Prozent) kräftige Zuwachsraten auf. Leicht positiv war der Trend im Burgenland (plus 2,2 Prozent) und in Oberösterreich (plus 0,7 Prozent). Rückläufig war die Entwicklung lediglich in Wien (minus 2,3 Prozent).

Öffentliche Bautätigkeit stieg um 4,6 Prozent

Der Produktionswert der öffentlichen Bautätigkeit erhöhte sich zwischen Jänner und Juni um 4,6 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. Mit zweistelligen Zuwachsraten engagierte sich der Öffentliche Sektor am stärksten in den Teilsparten Brücken- und Hochstraßenbau (plus 28,2 Prozent), Wohnungs- und Siedlungsbau (plus 22,0 Prozent), Eisenbahnoberbau (plus 21,7 Prozent), Tunnelbau (plus 18,7 Prozent), Spezialbau und sonstiger Tiefbau (plus 16,5 Prozent) sowie Sonstiger Hochbau (plus 12,6 Prozent). Mit einem Anteil von 63,1 Prozent an der Gesamtinvestitionssumme des Öffentlichen Sektors übertraf die Sparte Tiefbau (plus 1,5 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro) den Hochbau mit einem Anteil von 32,6 Prozent (plus 32,6 Prozent auf 599 Mio. Euro) erneut deutlich. (APA)

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    Regional betrachtet wiesen Vorarlberg, Salzburg und Tirol die stärksten Zuwachsraten auf.

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