Hewlett-Packard wagt Schritt in Games-Markt

8. Oktober 2006, 13:56
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Computerkonzern kauft PC-Produzenten Voodoo

Der US-Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) tritt in das Gaming-Universum ein. HP plant den Aufbau einer eigenen Abteilung, die sich auf den PC-Games-Markt konzentriert. Im Zuge dieser Neuorientierung hat der Computerkonzern den kanadischen PC-Hersteller Voodoo übernommen, der auf High End-Systeme für PC-Spieler spezialisiert ist. Finanzielle Einzelheiten des Deals wurden bislang nicht veröffentlicht. Wie viel Umsatz sich HP nun von der neuen Gaming-Sparte erhofft, wolle das Unternehmen nicht kommentieren, so Barbara Werwendt, Pressesprecherin Hewlett-Packard Österreich, auf Nachfrage von pressetext.

interesse

HP hat die Entwicklungen auf dem Games-Markt schon seit einiger Zeit interessiert mitverfolgt und will seinen Auftritt in diesem Segment nun deutlich stärken. "HP ist kontinuierlich dabei, seine Position im Consumer-Bereich auszubauen. Der Games-Markt ist ein interessanter für uns und es wird künftig sicherlich noch mehr Innovationen geben", verrät Werwendt gegenüber pressetext. Für den Konzern bestehe der Games-Markt aus drei wichtigen Ebenen - Spieleentwicklung, Infrastruktur und Spielerlebnis. "HP-Workstations wurden bislang schon zur Entwicklung von Games genutzt. Auch als Server für Spieleplattformen werden HP-Computer verwendet, nun wollen wir auch noch den dritten Bereich, das Spielerlebnis, abdecken", erklärt Werwendt.

Sitz in Calgary

Voodoo hat seinen Sitz in Calgary und soll auch weiterhin dort bleiben. Der PC-Produzent beschäftigt rund 30 Mitarbeiter, die weiterhin für das Unternehmen arbeiten werden. Ein Voodoo-Rechner kostet derzeit im Durchschnitt 5.000 Dollar. Konkrete Geschäftszahlen gibt der PC-Hersteller allerdings nicht öffentlich bekannt. Glaubt man den Schätzungen der Analysten, dann liegt der Jahresumsatz von Voodoo bei rund 115 Mio. Dollar. Mit der Akquisition des kanadischen Unternehmens kann HP nun in den Konkurrenzkampf mit Wettbewerber Dell treten. Der Konzern hatte erst im vergangenen März den PC-Gaming-Spezialisten Alienware aufgekauft.

"Mit anderen Unternehmen hat das nichts zu tun"

Bei HP will man jedoch nicht von Konkurrenzkampf sprechen. "Mit der Übernahme von Voodoo folgen wir unseren eigenen strategischen Plänen. Mit anderen Unternehmen hat das nichts zu tun", so Werwendt. Zudem habe HP bereits in der Vergangenheit erste Erfahrungen mit dem Games-Markt gesammelt. "Wir hatten schon einmal ein Pilotprojekt mit einem Compaq-Gaming-PC laufen", sagt Werwendt abschließend. (pte)

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