Chinesische Firma stellt Glaxo-Grippegenerika her

4. Oktober 2006, 14:11
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London - Im Kampf gegen die Vogelgrippe beim Menschen können ärmere Staaten künftig auf eine günstigere Version des GlaxoSmithKline-Medikaments Relenza zurückgreifen. Das chinesische Unternehmen Simcere Pharmaceutical erhielt am Donnerstag von dem britischen Hersteller das Recht, ein Nachahmermittel (Generikum) herzustellen und auf seinem Heimatmarkt, in Indonesien, Thailand, Vietnam und den ärmsten Entwicklungsländern zu vertreiben.

Die Vereinbarung ziele darauf ab, die Versorgung mit dem Wirkstoff Zanamivir in den Teilen der Welt zu verbessern, die am meisten von der Gefahr einer Grippe-Pandemie betroffen sind, erklärte Glaxo. Fast 150 Menschen sind bisher an dem aggressiven Vogelgrippe-Typ H5N1 gestorben, fast alle in Asien. Experten befürchten, dass der Virus mutiert und eine Grippe-Epidemie mit Millionen Toten auslöst. Relenza gilt gemeinsam mit dem Medikament Tamiflu des Schweizer Herstellers Roche als das derzeit effektivste Gegenmittel. Dabei ist Relenza weniger beliebt, weil es im Gegensatz zu Tamiflu nicht in Tablettenform eingenommen werden kann, sondern inhaliert werden muss. (APA/Reuters)

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