BenQ-Aktie nach Aufgabe von Deutschland-Geschäft im Steigflug

2. Oktober 2006, 11:40
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Papier gewann mehr als 6 Prozent

Nach der Insolvenzankündigung der Handysparte BenQ Mobile haben die Aktien des Mutterkonzerns BenQ an der Börse in Taipeh zum Steigflug angesetzt. Das Papier gewann mehr als sechs Prozent und notierte bei 19,45 Taiwan-Dollar.

Zufrieden

Börsianer zeigten sich zufrieden mit der Entscheidung, der früheren Siemens-Mobiltelefon-Sparte den Geldhahn zuzudrehen und sie damit der Pleite zu überlassen. "Das ist eine positive Entwicklung, da sie die nötigen Schritte unternehmen, um weiteren Schaden von sich abzuwenden", sagte Analyst Dominic Grant von Macquarie Securities.

Vor einem Jahr

Die Asiaten hatten vor knapp einem Jahr das Handy-Geschäft von Siemens übernommen. Der Traditionskonzern hatte vor der Übergabe noch 250 Mio. Euro in den Bereich investiert und 100 Mio. Euro an Abschreibungen übernommen. In Deutschland stehen durch die Pleite 3.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Wie sich die Entscheidung auf BenQ Mobile Österreich, eine Schwesterfirma von BenQ Deutschland, auswirkt, ist bisher noch unklar. BenQ will das Handygeschäft künftig von Asien aus betreiben.

Schwer

"Es wird für den Mobiltelefonbereich im nächsten Jahr schwierig, profitabel zu werden", sagte Vincent Chen von CLSA. Die Investoren schätzten aber die anderen Segmente des Konzerns wie die Produktion von TV-Flachbildschirm-Komponenten. Vor dem finanziellen Zusammenbruch hatte BenQ Mobile noch angepeilt, ab Mitte 2007 schwarze Zahlen zu schreiben.(APA/Reuters)

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