Auch IBM/Lenovo muss Laptop-Akkus zurückrufen

9. Oktober 2006, 12:04
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526.000 Geräte aus der Thinkpad-Reihe betroffen - Bereits der vierte Hersteller - Sony will nun weltweiten Rückruf für seine Akkus starten

IBM hat am Donnerstag 526.000 Laptop-Akkus zurückgerufen, die mit Rechnern der ThinkPad-Reihe ausgeliefert wurden. Die wiederaufladbaren Batterien wurden von Sony hergestellt. Zuvor hatten auch schon unter anderem Apple und Dell Laptop-Akkus von Sony zurückgerufen, bei Apple waren es 1,8 Millionen, bei Dell 4,1 Millionen Akkus.

Brandgefahr

Begründete wurde die Rückrufaktion mit einer möglichen Brandgefahr. Das chinesische Unternehmen Lenovo hat inzwischen den PC-Bereich von IBM übernommen. Wie die US-Behörde für Produktsicherheit mitteilte, wurden 168.000 der Geräte bei IBM in den USA verkauft, die übrigen im Ausland.

Infos

Potentiell von dem Problem betroffen sind Thinkpads der R-, T- und X-Reihen, die zwischen Februar 2005 und September 2006 angeschafft wurden. Lenovo hat eine eigene Webpage eingerichtet, auf der überprüft werden kann, ob der Akku des eigenen Geräts umgetauscht werden muss.

Gefahr

Bis vor kurzem war man bei Lenovo davon ausgegangen, dass die eigenen Geräte trotz der Verwendung von Sony-Akkus nicht gefährdet sein, da man eine andere Bauform und Betriebsspannung als die anderen Hersteller gewählt hat. Eine Hoffnung, die sich allerdings in den letzten Tagen durch zwei öffentlich bekannt gewordene Fälle von in Flammen aufgegangenen Thinkpads zerschlagen hat.

Sony

Unterdessen hat Sony bekanntgegeben, dass man selbst einen weltweiten Rückruf für die eigenen Batterien starten wird. Man arbeite derzeit an einem Plan für die konkrete Umsetzung dieses Vorhaben, heißt es von dem japanischen Unternehmen. (APA/red)

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Nicht alle im angegeben Zeitrahmen verkauften Modelle sind gefährdet. Feststellen lässt es sich an Hand der Seriennummer und dem dazugehörigen Check auf der Lenvo-Webpage
    foto: lenovo

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    Nicht alle im angegeben Zeitrahmen verkauften Modelle sind gefährdet. Feststellen lässt es sich an Hand der Seriennummer und dem dazugehörigen Check auf der Lenvo-Webpage

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